GEW-Studis Hamburg http://gewstudis.blogsport.de offizieller Blog der GEW-Studierenden aus Hamburg Fri, 28 Apr 2017 11:54:47 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Buchvorstellung: Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933–1945 http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/28/buchvorstellung-die-ideologische-ausrichtung-der-lehrkraefte-19331945-2/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/28/buchvorstellung-die-ideologische-ausrichtung-der-lehrkraefte-19331945-2/#comments Fri, 28 Apr 2017 11:50:12 +0000 gewstudis AllgemeinAntifaschismusVeranstaltungen http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/28/buchvorstellung-die-ideologische-ausrichtung-der-lehrkraefte-19331945-2/ Dienstag 2.5, 18 Uhr Von-Melle-Park 8 Raum 05:

BUCHVORSTELLUNG von Benjamin Ortmeyer

„Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933–1945. Herrenmenschentum, Rassismus und Judenfeindschaft des Nationalsozialistischen Lehrerbundes“

Im Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) waren 1935 reichsweit 97 Prozent „der gesamten deutschen Erzieherschaft“ organisiert. Ein Drittel davon waren auch NSDAP-Mitglieder. Dennoch hält sich die Verharmlosung des NSLB auch in der Erziehungswissenschaft immer noch hartnäckig. Die vorliegende Studie weist anhand der Analyse des Zentralorgans des Lehrerbundes nach, dass der NSLB keine harmlose Berufsorganisation war, sondern seit 1933 einen festen Bestandteil des verbrecherischen NS-Systems bildete, das dessen Hetze, Rassismus und Judenfeindschaft zur Vorbereitung und als Begleitung der realen Mordprogramme durchaus benötigte.
Benjamin Ortmeyer (außerplanmäßiger Professor für Erziehungswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main) stellt das zusammen mit Saskia Müller geschriebene Buch vor, danach wird es Möglichkeit zur Diskussion geben.

Antifaschismus Veranstaltungen , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/28/buchvorstellung-die-ideologische-ausrichtung-der-lehrkraefte-19331945-2/feed/
Einladung zur Austausch- und Informationsveranstaltung für Bildungsarbeiter*innen mit und ohne Fluchtgeschichte http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/11/einladung-zur-austausch-und-informationsveranstaltung-fuer-bildungsarbeiterinnen-mit-und-ohne-fluchtgeschichte/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/11/einladung-zur-austausch-und-informationsveranstaltung-fuer-bildungsarbeiterinnen-mit-und-ohne-fluchtgeschichte/#comments Tue, 11 Apr 2017 10:26:12 +0000 gewstudis AllgemeinArbeitserlaubnis für alle!Here to participate!Veranstaltungen http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/11/einladung-zur-austausch-und-informationsveranstaltung-fuer-bildungsarbeiterinnen-mit-und-ohne-fluchtgeschichte/ Am Mittwoch den 19.4. gibt’s eine weitere Veranstaltung von here to participate! Auf den Wunsch hin, wird es erneut Infos zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und zu Arbeitserlaubnissen geben. Vorher gibts die Möglichkeit neue Buddyteams zu bilden. Mittwoch 19.4. um 17 Uhr im Curiohaus der GEW Hamburg. Wir freuen uns!

Einladung | invitation | دعوة | invitation

http://gewstudis.blogsport.de/images/flyer_buddy_19_4_2017_deutsch.pdf

Arbeitserlaubnis für alle! Here to participate! Veranstaltungen , , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/11/einladung-zur-austausch-und-informationsveranstaltung-fuer-bildungsarbeiterinnen-mit-und-ohne-fluchtgeschichte/feed/
Einladung ¦ invitiation ¦ دعوة ¦ دعوت ¦ invitation: 13.2.2017 / 19:00 Here to participate Treffen http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/einladung-invitiation-invitation-here-to-participate-treffen-am-13-2-2017/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/einladung-invitiation-invitation-here-to-participate-treffen-am-13-2-2017/#comments Mon, 16 Jan 2017 23:36:09 +0000 gewstudis AllgemeinArbeitserlaubnis für alle!BildungHere to participate!PädagogikRassismuskritik http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/einladung-invitiation-invitation-here-to-participate-treffen-am-13-2-2017/ Das Buddy-Programm der GEW Hamburg lädt zum offenen Treffen ein. Alle Pädagog_innen mit und ohne Fluchtgeschichte sind herzlich eingeladen am 13. Februar 2017 um 19 Uhr ins Curiohaus zu kommen. Dort wollen wir über die bisherigen Erfahrungen in den Buddy-Teams sprechen und gemeinsam überlegen, wie es weiter geht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, neue Teams zu bilden.

Montag, 13.2.2017, 19 Uhr im GEW-Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15
(facebook-event)

deutsch | english | français | العربية | فارسی

----------





Arbeitserlaubnis für alle! Bildung Here to participate! Pädagogik Rassismuskritik , , , , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/einladung-invitiation-invitation-here-to-participate-treffen-am-13-2-2017/feed/
Zeitzeuginnengespräch mit Buchvorstellung. NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/ns-verfolgte-und-ihre-kaempfe-um-anerkennung-und-entschaedigung/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/ns-verfolgte-und-ihre-kaempfe-um-anerkennung-und-entschaedigung/#comments Mon, 16 Jan 2017 23:22:30 +0000 gewstudis AllgemeinAntifaschismusErinnern & GedenkenVeranstaltungen http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/ns-verfolgte-und-ihre-kaempfe-um-anerkennung-und-entschaedigung/ Am 31.1. findet in der Honigfabrik in Wilhelmsburg ein Zeitzeuginnengespräch mit Buchvorstellung statt. Die als so genannte „Asoziale“ kriminalisierte Ilse Heinrich wird über ihre Verfolgung, ihre Inhaftierung und ihr weiteres Leben berichten. Danach Lesung und Lichtbildvortrag mit Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch aus dem neu erschienenen Buch „Spiel auf Zeit“. Hier die komplette Ankündigung.

„Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen, wie das ist, wenn man kein freier Mensch ist. Und nicht frei entscheiden kann. Darum geht das, dass man nicht frei entscheiden konnte.“ Ilse Heinrich

Zeitzeuginnengespräch mit Ilse Heinrich. Ilse Heinrich wurde als sogenannte „Asoziale“ kriminalisiert und im August 1944 im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert. Sie berichtet über ihre Verfolgung, ihre Inhaftierung und ihr weiteres Leben. Danach Lesung und Lichtbildvortrag mit Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch aus dem neu erschienenen Buch „Spiel auf Zeit“. In dem Buch wird Ilse Heinrich zusammen mit anderen Zeitzeug_innen porträtiert. Die letzten überlebenden NS-Verfolgten sterben und es stellt sich die Frage, wie die Erinnerung an ihre Erfahrungen und an die NS-Verbrechen weiterhin lebendig gehalten werden soll. Dazu berichtet die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark von ihrer Arbeit und ihrem Ansatz des „Offenen Gedenkens“. Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch schildern anhand der Reportagen ihres Buches, inwiefern die sogenannte Widergutmachung der Bundesrepublik mehr einem Mythos als einem Modell gleicht.

Eine Veranstaltung der GEW Studies und dem Infoladen Wilhelmsburg

Antifaschismus Erinnern & Gedenken Veranstaltungen , , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/ns-verfolgte-und-ihre-kaempfe-um-anerkennung-und-entschaedigung/feed/
Empört euch – Beschwert euch – Wehrt euch! Ein Aufruf zum Widerstand gegen Abschiebungen http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/23/empoert-euch-beschwert-euch-wehrt-euch-ein-aufruf-zum-widerstand-gegen-abschiebungen/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/23/empoert-euch-beschwert-euch-wehrt-euch-ein-aufruf-zum-widerstand-gegen-abschiebungen/#comments Fri, 23 Dec 2016 11:56:59 +0000 gewstudis AllgemeinNever mind the papersSolidarität http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/23/empoert-euch-beschwert-euch-wehrt-euch-ein-aufruf-zum-widerstand-gegen-abschiebungen/ Wir unterstützen den Aufruf von Recht auf Stadt – never mind the papers an alle Menschen dieser Stadt, gegen Abschiebungen, rassistische Kontrollen, Schikanen der Behörde sowie andere Alltagsrassismen aktiv zu werden. Der grassierende Rechtsruck der Gesellschaft fordert noch deutlicher und vehementer für ein solidarisches Miteinander einzutreten. Spread the word!

An alle Menschen in Hamburg

Vor ein paar Tagen, am 14.12.16, fand die erste Sammelabschiebung von Geflüchteten nach Afghanistan statt. Über 30 Geflüchtete aus mehreren Bundesländern wurden vom Frankfurter Flughafen aus in ein Land verbracht, in dem Krieg, Anschläge, Verfolgung und Gewalt (nicht nur) gegen Minderheiten, Hunger und Elend an der Tagesordnung sind – deshalb fliehen Menschen von dort, deshalb gilt dieses Land „noch nicht einmal“ als sicheres Herkunftsland nach der Asylgesetzgebung und deshalb hat das Auswärtige Amt gerade erst seine Reisewarnung für Afghanistan erneuert.

Es ist Zeit, derart menschenverachtender Praxis ein Ende zu setzen! Während in den Fußgängerzonen und Wohnzimmern der Republik gerade die Zeit der Liebe und des Friedens gefeiert wird, werden täglich geflüchtete Menschen von rechtsextremen Mobs und „besorgten Bürgern“ angegriffen – die Bundes- und Landesregierungen antworten nicht mit Schutz und einer entschiedenen Position gegen Gewalt und für grundlegende Rechte, sondern mit Asylpaketen, „sicheren Herkunftsländern“ und gnadenloser Abschiebung in Elend und Tod. Darum gilt es, als Zivilgesellschaft entschlossen zu handeln!

• Wir rufen alle Menschen in Hamburg dazu auf, sich mit all ihren Mitmenschen solidarisch zu erklären – unabhängig von deren Herkunft, Aussehen oder Aufenthaltsstatus.

• Wir rufen dazu auf, geflüchtete Menschen beim Spießrutenlauf des Asylverfahrens zu unterstützen. Begleitet Menschen in Behörden, unterstützt sie mit Rechtsberatung, Geld, Sprachkenntnissen und bloßer Anwesenheit.

• Wir rufen dazu auf, rassistische Kontrollen auf der Straße nicht hinzunehmen, sondern einzugreifen, zu stören und zu verhindern. Wir rufen dazu auf, am Flughafen, an (Bus-)Bahnhöfen und anderswo Abschiebungen anzuprangern und (Flug-)Reisen mit Abschiebungen durch Weigerung zu stoppen.

• Wir rufen dazu auf, Menschen, die abgeschoben werden sollen, zu warnen, zu schützen, zu verstecken.

• Wir rufen auf zu Ungehorsam und Widerstand in allen Stadtteilen, allen Altersgruppen und allen sozialen Gruppen.Alle, die in Hamburg in den vergangenen Jahren Willkommenskultur hochgehalten haben, die sich zusammengeschlossen haben in Hilfsinitiativen und Unterstützungsgruppen, rufen wir auf, ihre Hilfe durch Forderungen und Protest zu ergänzen. Geflüchtete Menschen lediglich bis zu deren Abschiebung zu unterstützen, erleichtert den Behörden nur ihre Arbeit.

• Wir rufen dazu auf, gegen die Isolation und die unmenschlichen Zustände in vielen Aufnahmelagern und Folgeunterkünften immer wieder vorzugehen und den Menschen vor Ort zu ihren Rechten zu verhelfen.

• Wir rufen dazu auf, Druck auf den Hamburger Senat auszuüben; den Grünen, die noch vor ihrer Wahl Versprechungen für eine bessere Flüchtlingspolitik gemacht haben, nicht durchgehen zu lassen, dass sie sich jetzt als Regierungspartei nicht nur stillschweigend, sondern aktiv an den Abschiebungen beteiligen, statt sich querzustellen.

• Wir rufen alle, die politisch aktiv sind, alle antirassistischen Gruppen und Personen, auf, sich zu organisieren und eine Protestkultur zu etablieren, die nicht überhört und übersehen werden kann.

• Wir rufen dazu auf, obwohl es an allen Ecken und Enden brennt, obwohl der G20 bevorsteht, gemeinsam eine Kraft aufzubringen, die die stetige Verschlimmerung der Situation für geflüchtete Menschen nicht nur kritisiert oder verlangsamt, sondern zum Stillstand bringt!

• Wir rufen dazu auf, sich auszutauschen und zu vernetzen, und im großen Zusammenschluss Widerstand wirksam zu machen.

Wir laden dazu ein, sich dem Bündnis Never mind the papers! anzuschließen und Solidarität praktisch werden zu lassen. Wir rufen auf zum Handeln für ein Hamburg des Bleibens, für ein Hamburg für alle!

Bündnis “Recht auf Stadt – never mind the papers!”, Hamburg Dezember 2016

Was tun bei rassistischen Polizeikontrollen?
Taschenkarte zu Racial profiling von www.schoener-leben-goettingen.de

Wie kann ich Abschiebungen verhindern?
„How to stop a deportation“ auf youtube

Information für von Abschiebung Bedrohte:
www.w2eu.info > Germany > Deportation

Never mind the papers Solidarität , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/23/empoert-euch-beschwert-euch-wehrt-euch-ein-aufruf-zum-widerstand-gegen-abschiebungen/feed/
10 ½ Jahre GEW Studis Hamburg: Jubiläums-Soliparty http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/15/10-jahre-gew-studis-hamburg-jubilaeums-soliparty/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/15/10-jahre-gew-studis-hamburg-jubilaeums-soliparty/#comments Wed, 14 Dec 2016 22:51:52 +0000 gewstudis Allgemein10 Jahre! http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/15/10-jahre-gew-studis-hamburg-jubilaeums-soliparty/ Nachdem wir unser 10jähriges verstreichen haben lassen, feiern wir unseren 10½ten Geburtstag umso doller! Freitag, 6.1.2017, 22 Uhr Jupibar im Gängeviertel!
Der Erlös der Party fließt Projekten zu, die mithilfe von Eheschließungen den rassistischen Ausgrenzungen der bürgerlichen Gesellschaft ein Schnippchen schlagen. [Facebook-Event]

✪ Feinster Trap‘n'Hiphop und Best od the 80s!
- Trap de la tourette (fette bootyshake HipHop/Trap Beats aus Berlin)
- Hir.se (straighte 80s aus Hamburg)
✪ Große Ausstellung: Das Beste aus 10 ½ Jahren GEW Studis
✪ Cocktails, Slushice-meets-Korn, Softdrinks & Bier
✪ Unnützes Wissen: Das ultimative GEW-Studis-Quiz. Unnütze Preise: Gewinne einen GEW-Radiergummi!

Flyer hier:

flyer_de flyer_en

10 Jahre! ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/15/10-jahre-gew-studis-hamburg-jubilaeums-soliparty/feed/
Max Traeger – kein Vorbild! http://gewstudis.blogsport.de/2016/11/02/max-traeger-kein-vorbild/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/11/02/max-traeger-kein-vorbild/#comments Wed, 02 Nov 2016 10:12:42 +0000 gewstudis AllgemeinMax Traeger kein Vorbild!NS Vergangenheit aufklärenRo19Stellungnahme http://gewstudis.blogsport.de/2016/11/02/max-traeger-kein-vorbild/ Max Traeger – erster Vorsitzender der GEW und Namensgeber einer GEW-nahen Stiftung – war Mitglied im NSLB (Nationalsozialistischen Lehrerbund), verbreitete die Legende der zwangsweisen Eingliederung von Lehrer_innenverbänden in den NSLB und war tatkräftig an der mehr als fragwürdigen Historie um den Besitz der Ro19 durch die GEW beteiligt. Alles in allem: kein Vorbild!

Unter diesem Titel veröffentlichte der Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW in offenen Brief an den GEW Hauptvorstand und alle Mitglieder, in dem die Umbenennung der Max-Traeger-Stiftung und eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit gefordert wird. In einer eigenen Stellungnahme erklären wir unsere Intention den Brief zu unterstützen und rufen zu dessen Unterzeichnung auf. Beides und zwei taz-Artikel sind unten dokumentiert.

Max Traeger – kein Vorbild!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

schon seit einigen Jahren gab und gibt es Diskussionen über die Geschichte des NS-Lehrerbundes (NSLB) und den Umgang der GEW mit ihm. Das rührt auch daher, dass der spätere GEW-Vorsitzende, nach dem eine Stiftung benannt ist, ausgerechnet ein Mitglied des NSLB war: Max Traeger. Dieser Mann, nach 1945 dann aktives FDP-Mitglied, ist zu Recht umstritten.
Seine Mitgliedschaft im NSLB ist sicherlich kein Argument, um ihn als Vorbild zu ehren. Auch die Mitgliedschaft in der FDP nach 1945 ist für Mitglieder einer Gewerkschaft nicht unbedingt ein Grund, in Jubel auszubrechen.
Aber diese beiden Punkte allein sind es nicht: der entscheidende Punkt ist, dass Max Traeger mit großer Energie an der Legende mitgestrickt und an der Lebenslüge mitgearbeitet hat, dass die Verbände der Lehrkräfte im Jahr 1933 angeblich zwangsenteignet und zwangsweise in den NSLB eingegliedert wurden. Das ist für die große Mehrheit der alten Organisationen der Lehrkräfte, insbesondere in Hamburg, schlicht und einfach gelogen.
Diese Geschichtsfälschung hat eine doppelte Funktion:
Zum einen war dies eine große Möglichkeit für die Masse der nazifizierten Lehrkräfte (97 % der Pädagog_innen waren im NSLB, ein Drittel davon waren NSDAP- Mitglieder, oft mit wichtigen Funktionen), sich aus ihrer Verantwortung zu stehlen und ihre Mitgliedschaft als Bagatelle darzustellen. Das kam der Tendenz zur Renazifizierung der Bundesrepublik Deutschland insbesondere nach 1949 sehr entgegen. Die GEW beteiligte sich massenhaft daran, berechtigte Sanktionen gegen NS-Lehrer_innen mit ihrem Rechtsschutz wieder rückgängig zu machen. Ein Beweis für die „zweite Schuld“, die auch nach 1945 vor der GEW nicht halt gemacht hat und bis heute so gut wie gar nicht systematisch analysiert wurde.
Die zweite Funktion dieser Lügengeschichte bestand in der Behauptung, die Masse der Mitglieder der alten Lehrerverbände habe angeblich „zwangsweise“, also nicht freiwillig und nicht mit großer Begeisterung, den Eintritt in den NSLB vollzogen – das galt gerade auch für den Eintritt in den NSLB in Hamburg (so heißt es in Stein gemeißelt auf der Tafel am Curiohaus in Hamburg: „Im Mai 1933 gliederte der NS-Lehrerbund den Verband zwangsweise ein“).
Max Traeger war Vorsitzender eines Lehrervereins mit dem altehrwürdig-merkwürdigen Namen „Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens“. Diese Hamburger Organisation ist in zwei großen Schritten 1933 und 1934 mit großer Begeisterung und fast einstimmig (bei sieben Gegenstimmen) in den NSLB eingetreten und hat auch sämtliches Vermögen freiwillig den Nazis, dem NSLB, zur Verfügung gestellt – es gab keine Enteignung. Und Max Traeger erhielt kein „Berufsverbot“, wie etwa in Wikipedia behauptet wird. Das ist eine Legende. Er konnte, wenn auch nicht mehr als Schulleiter, als Lehrer bis 1945 arbeiten, wie die Akte des Entnazifizierungsverfahrens zeigt.
Nach 1945 nun die Rückgabe des dem NSLB freiwillig übergebenen Vermögens an die GEW zu verlangen, – das war einer der Hauptaktivitäten von Max Traeger nach 1945 – erwies sich als ein geschickter Schachzug, um sich als „Opfer“ der NS-Diktatur darzustellen und das Mittun und das Mitwirken, den freiwilligen Anschluss an den NSLB zu vertuschen. Dabei ging es auch um finanzielle Dinge. Das kam heraus, als vor einigen Jahren Aktivist_innen der GEW in Hamburg nachwiesen, dass der NSLB einem jüdischen Hausbesitzer unter dem Druck der Nazi-Verfolgung ein Haus abgerungen hatte. Max Traeger, der hier im Nazi-Jargon nach 1945 noch vom „Judengrundstück“ schrieb, spielte dabei nach 1945 eine entscheidende Rolle. Mithilfe alter Nazis des NSLB half er, die lügnerische Behauptung aufzustellen, dass dieses Haus nun der GEW gehöre, da die Nazis es doch mit den Geldern der alten Lehrerorganisation gekauft hätten. „Judengrundstück“? Alles sei mit rechten Dingen zugegangen, die Nazis hätten einen fairen Preis gezahlt, hieß es dann später. Max Traeger war führend an diesem Betrug beteiligt, wie alle Dokumente beweisen, die die Aktivist_innen der GEW in Hamburg, aber auch Historiker_innen ausgewertet und bewertet haben.
Als in der GEW aktive Studierende sehen wir den Bedarf nach weiterer Forschung zur Frage von personellen und materiellen Kontinuitäten des NS in der GEW und nach einer Debatte über den Umgang damit in den Nachkriegsjahrzehnten, insbesondere mit Blick auch darauf, was das für die heutige gewerkschaftspolitische Praxis bedeutet. Unser Vorschlag und unser Anliegen ist es, diese Debatte breit und öffentlich zu führen und dann die Umbenennung der Max-Traeger-Stiftung zu beschließen.
Wir schlagen vor, dafür den Namen eines Mitbegründers der GEW zu verwenden, etwa den in der Nazizeit emigrierten Heinrich Rodenstein, der den bemerkenswerten Satz prägte: „Es muss ja schließlich im Vierten Reich ein paar geben, die sich nicht bekleckert haben“, also nach einem Aktivisten der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik (erst KPD, ab 1931 SAP), der auch unter den Lehrerkräften politisch gearbeitet hat und später (1960-1968) Vorsitzender der GEW war.

Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten der GEW (BASS)

Download als pdf

Stellungnahme der GEW-Studis Hamburg zum Offenen Brief des BASS an den Hauptvorstand und Mitglieder der GEW für die Umbenennung der Max-Traeger-Stiftung

Der Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS) der GEW hat sich in einem offenen Brief an den Vorstand und Aktive in der GEW gewandt und fordert die Umbenennung der Max Traeger Stiftung und Aufarbeitung von NS-Kontinuitäten innerhalb der GEW. Als LASS Hamburg (GEW.Studis Hamburg) unterstützen wir diese Forderung. Als Antifaschist_innen und politisch Aktive erscheint es uns auch 72 Jahre nach dem Ende der Verfolgung und industriellen Vernichtung von Millionen von Menschen unabdinglich, sich kritisch mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen und Beteiligungen im Nationalsozialismus sowie personelle, strukturelle und ideologische Kontinuitäten nach der Kapitulation Nazideutschlands lückenlos aufzuarbeiten.

Dass Max Traeger keine Vorbildfunktion erfüllt und keine Person darstellt, auf die sich eine Organisation wie die GEW positiv beziehen sollte, wird in dem offenen Brief und durch die darin angegeben Quellen mehr als deutlich. Wir sehen die dringende Notwendigkeit einer öffentlichen Aufarbeitung und unterstützen aus diesem Grund den offenen Brief und seine Forderungen. Dass aus dem Brief heraus in missverständlicher Weise interpretiert werden konnte, dass die GEW Hamburg nach wie vor im Besitz der Rothenbaumchaussee 19 wäre, war dabei nicht intendiert und ist im Brief und in dem begleitenden taz-Artikel mittlerweile geändert.

Als in der GEW Hamburg Aktive ist uns bewusst, dass die Diskussionen um den Verkauf der Ro19 eine langwierige Auseinandersetzung darstellt, die die GEW Hamburg lange Zeit beschäftigt hat. Mit dem offenen Brief und den damit verbundenen Forderungen geht es uns nicht darum, die Diskussion im Ro19 subtil wiederaufleben zu lassen. Wenn wir über Ro19 sprechen wollen, fordern wir dies offen ein. Die Auseinandersetzung um Max Traeger funktioniert allerdings nicht komplett, ohne die Ro19 zu thematisieren. Dabei geht es in erster Linie um die Frage, wie die GEW Hamburg in den Besitz des Hauses kam und welche Verantwortung sie damit trägt.
Aus diesen Gründen unterstützen wir den Offenen Brief und rufen dazu auf, diesen zu unterzeichnen.

26.10.2016, GEW Studis Hamburg

Download als pdf
.

Lehrergewerkschaft mit NS-Vergangenheit
Mitläufer als Aushängeschild. Die GEW gilt als links und antifaschistisch. Nun ist ihre Stiftung nach einem Mann benannt, dem Historiker Geschichtsfälschung vorwerfen.
taz vom 9.10.2016

Kommentar NS-Spuren bei der GEW
Ehrlichkeit vor der eigenen Tür. Dass es der linken Lehrergewerkschaft GEW gelungen ist, ihre NS-Vergangenheit zu verdrängen, wirft kein gutes Licht auf die Organisation.
taz vom 10.10.2016

Max Traeger kein Vorbild! NS Vergangenheit aufklären Ro19 Stellungnahme , , , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2016/11/02/max-traeger-kein-vorbild/feed/
19.09.2016 GEW-Buddy-Programm Meeting: Einladung ¦ invitiation ¦ دعوة ¦ دعوت ¦ invitation http://gewstudis.blogsport.de/2016/09/06/19-09-2016-gew-buddy-programm-meeting-einladung-invitiation-invitation/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/09/06/19-09-2016-gew-buddy-programm-meeting-einladung-invitiation-invitation/#comments Tue, 06 Sep 2016 08:51:16 +0000 gewstudis AllgemeinHere to participate!Veranstaltungen http://gewstudis.blogsport.de/2016/09/06/19-09-2016-gew-buddy-programm-meeting-einladung-invitiation-invitation/

Nachdem die Buddy-Teams seit Mai dieses Jahres schon erste Erfahrungen machen konnten, geht das Buddy-Programm zum Schuljahr 2016/2017 in die nächste Runde. Alle interessierten Kolleg*innen sind zu der Austauschveranstaltung am 19.9. eingeladen. Dort wollen wir mit euch über eure bisherigen Erfahrungen in den Buddy-Teams sprechen und gemeinsam überlegen, wie es weitergeht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, neue Teams zu bilden.

19. September 2016 / 18:00 Uhr im GEW-Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15

deutsch | english | français| العربية | فارسی

-----





Here to participate! Veranstaltungen , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2016/09/06/19-09-2016-gew-buddy-programm-meeting-einladung-invitiation-invitation/feed/
Here to participate! Infoveranstaltung zu den Themen Arbeitserlaubnis und Anerkennung http://gewstudis.blogsport.de/2016/08/30/here-to-participate-infoveranstaltung-zu-den-themen-arbeitserlaubnis-und-anerkennung/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/08/30/here-to-participate-infoveranstaltung-zu-den-themen-arbeitserlaubnis-und-anerkennung/#comments Tue, 30 Aug 2016 12:27:30 +0000 gewstudis AllgemeinArbeitserlaubnis für alle!BildungHere to participate!Lehrer innenbildung http://gewstudis.blogsport.de/2016/08/30/here-to-participate-infoveranstaltung-zu-den-themen-arbeitserlaubnis-und-anerkennung/ Am Montag den 5.9. veranstaltet Here to participate! einen Informationsabend zu den Themen Anerkennung von Abschlüssen und Arbeitserlaubnis. Eingeladen sind: die Zentrale Anlaufstelle Anerkennung, Anpassungsqualifizierung für Lehrkräfte mit ausländischer Berufsqualifikation („Weltlehrer“-Programm des LI), die Gewerkschaftliche Anlaufstelle für Migrant*innen ohne gesicherten Aufenthalt (MigrAr) und die Fachstelle Migration und Vielfalt von Arbeit und Leben.

Einladung | invitation | دعوة | invitation | Poziv

Infoveranstaltung zu den Themen Arbeitserlaubnis und Anerkennung
Montag 5. September 2016 / 18 Uhr.
GEW-Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15
Alle interessierten Refugees und bereits arbeitenden Lehrkräfte sind
herzlich eingeladen!
-> http://gewstudis.blogsport.de/images/flyer5sept_DE.pdf
-----

Invitation to our information meeting regarding recognition and work permit

Monday 5th September 2016 / 18:00 (6 pm).
GEW-Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15.
All refugees as well as teachers already working in germany are very
welcome!
-> http://gewstudis.blogsport.de/images/flyer5sept_EN.pdf
-----

دعوة لحضور اجتماعنا التعريفي
بغض النظر عن وجود تصريح الاعتراف بطلب اللجوء او اقامة عمل

متى؟
يوم الاثنين 5 سبتمبر/ايلول 2016
الساعة السادسة مساءا
اين؟
GEW-Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15
نرحب بجميع اللاجئين
كما نرحب بالاساتذة اللذين يعملون الآن فعليا في المانيا و الراغبين بالمساعدة

-----

Invitation à notre réunion d‘information sur la recognition et le permis de travail

Lundi, 5 Septembre 2016 / 18h
GEW-Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15
Tous les enseignants et réfugiés sont invités!
-> http://gewstudis.blogsport.de/images/flyer5sept_FR.pdf
-----

Poziv na informativni sastanak

Ponedjeljak, 19. Rujna 2016 / 18:00
GEW-Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15
Svi nastavnici i migranti su pozvani.
-> http://gewstudis.blogsport.de/images/flyer5sept_SH.pdf

-----
http://www.gew-hamburg.de/mitmachen/arbeitsgruppen/projekt-here-to-participate

https://www.facebook.com/Here-to-participate-The-GEW-Hamburg-Refugee-buddy-program-1524471881194153/

Arbeitserlaubnis für alle! Bildung Here to participate! Lehrer innenbildung , , , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2016/08/30/here-to-participate-infoveranstaltung-zu-den-themen-arbeitserlaubnis-und-anerkennung/feed/
Here to participate: Einladung ¦ invitiation ¦ دعوة ¦ دعوت http://gewstudis.blogsport.de/2016/07/14/here-to-participate-einladung-invitiation-invitation/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/07/14/here-to-participate-einladung-invitiation-invitation/#comments Thu, 14 Jul 2016 11:49:19 +0000 gewstudis AllgemeinArbeitserlaubnis für alle!Curio HausHere to participate!RassismuskritikSolidarität http://gewstudis.blogsport.de/2016/07/14/here-to-participate-einladung-invitiation-invitation/ Nach dem Auftakttreffen im Mai geht das Buddy-Programm der GEW Hamburg in die nächste Runde! Wir laden alle Buddy und alle Interessierten ein, am Montag, den 18.7. um 18 Uhr ins Curiohaus zu kommen.
Hier findest Du die Einladung des Treffens auf deutsch, english & français: Here to participate!

Einladung
Here to participate-Treffen
am Montag 18.7., um 18 Uhr
im Curiohaus (GEW Hamburg, Rothenbaumchaussee 15)

Wir laden Dich herzlich zum nächsten Treffen von Here to participate ein. Am 18.7. wollen wir mit euch über eure bisherigen Erfahrungen im Buddy-Team sprechen und gemeinsam überlegen, wie es weiter geht. Wir wollen diese Fragen besprechen
- Was konntest du für Dich aus dem Buddy-Programm mitnehmen?
- Was lief gut, was schlecht?
- Was wünscht Du dir in Zukunft?

Auf diesem Treffen werden wir es nicht schaffen rechtliche Infos zu den Themen Anerkennung und Arbeitserlaubnis zu bieten. Dafür machen wir ein Extra-Treffen.

Um besser planen zu können wäre es gut, wenn Du vorab an buddyprogramm[at]gew-hamburg.de Bescheid geben könntest, ob du zu dem Treffen kommst. Danke!

Wir freuen uns auf Dich!

Aktuelle Informationen auf facebook
--------------

Invitation
Here to participate-Meeting
on monday, 18th of July, at 6 pm
at Curiohaus (GEW Hamburg, Rothenbaumchaussee 15)

We warmly invite you to the next meeting of Here to participate. On 18th of July we want to exchange about your past experiences in the Buddy-Teams and plan how to go on. Together we want to talk about this questions:
- In what way hav you profitated of the buddy-program?
- What went good, what bad?
- What are your wishes for the future?

On this meeting we wont be able, to inform about the legal requirements for the admission of foreign certificates and working permits. Therefore we organize an additional meeting.

For a better planing, it would be nice, to inform us (Buddyprogramm@gew-hamburg.de), if you‘re gonna join the meeting. Thanks!

We are looking forward to see you!

Current informationen on facebook
----------------

Invitation
Here to participate- Réunion
au Lundi, 18 Juillet à 18h
à Curiohaus(GEW Hamburg, Rothenbaumchaussee 15)

Nous vous invitons à notre prochain réunion intitulé ‚‘Here to participate“ qui aura lieu le 18 Juillet. Nous voulons échanger vos expériences passées lors de Buddy- Teams et plannifier comment s‘avancer. Ensemble nous voulons discuter sur les questions suivantes:
- Comment avez-vous profité du programme: „Buddy-program“?
- Qu‘est-ce qui a bien passé, Qu‘est-ce qui n‘a pas bien passé?
-Quels sont vos future souhaîts?

Dans cette réunion, nous ne pourrons pas vous donner des informations sur l‘exigence Légale de l‘admission des certificats étranger et des permis de travail. De ce fait,nous organiserons une réunion après.

Pour une bonne planification,il serait bon de nous informer si vous venez ou pas. Merci!

Nous attendons avec impatience de vous voir.

Informations actuelles sur facebook

-------------

Arbeitserlaubnis für alle! Curio Haus Here to participate! Rassismuskritik Solidarität , , , , ]]>
http://gewstudis.blogsport.de/2016/07/14/here-to-participate-einladung-invitiation-invitation/feed/