Gruppe - formerly known as GEW-Studis Hamburg http://gewstudis.blogsport.de offizieller Blog der ehemaligen Gruppe der GEW-Studierenden aus Hamburg Wed, 08 Nov 2017 21:05:59 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Wir hören auf. Lieber Nestbeschmutzung als Reinewaschen! http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/25/wir-hoeren-auf-lieber-nestbeschmutzung-als-reinewaschen/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/25/wir-hoeren-auf-lieber-nestbeschmutzung-als-reinewaschen/#comments Mon, 25 Sep 2017 07:19:49 +0000 gewstudis AllgemeinMax Traeger kein Vorbild!NS Vergangenheit aufklärenRo19Stellungnahme http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/25/wir-hoeren-auf-lieber-nestbeschmutzung-als-reinewaschen/ Wir haben uns entschieden, sämtliche Tätigkeiten in der GEW einzustellen. Zu unseren Beweggründen haben wir eine Erklärung geschrieben, die letzte Woche im Sammelband ‚Max Traeger – kein Vorbild. Person, Funktion und Handeln im NS-Lehrerbund und die Geschichte der GEW‘ (Hg Micha Brumlik / Benjamin Ortmeyer im Beltz Juventa Verlag) erschienen ist. Hier der ganze Artikel. Die Erklärung endet..

Heute kommen wir – das Leitungsgremium und die Aktivengruppe der Jungen GEW und der GEW Studis – zu der Entscheidung, dass für uns eine Identifikation mit und politische Organisation in einer Struktur, welche einen produktiven Umgang mit der eigenen Verbandsgeschichte und mit ihren Mitgliedern so verfehlt und auch 2017 über den vermeintlichen Unterschied von „verbrecherischer Arisierung“ und „Arisierung“ diskutiert – letztere sei scheinbar nicht so schlimm und im Fall von Ro19 zutreffend (vgl. Debatte hlz 5–6/2017) – nicht weiter möglich ist.
Diese Geschehnisse zeigen, wie wichtig eine kritische Auseinandersetzung hier ist. Neben einer wissenschaftlichen Untersuchung sind auch alle GEW-Mitglieder in der Verantwortung, sich mit der Vergangenheit ihrer Organisation kritisch auseinanderzusetzen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Hierbei darf es keine Tabus geben. Dies kann nicht nur, sondern sollte öffentlich geschehen, damit Aufarbeitung ein kollektiver Prozess wird, an dem viele teilhaben und der nie aufhört. Denn die Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen, des deutschen Faschismus und menschenverachtender Ideologie ist nie abgeschlossen, auch, „weil die Vergangenheit, der man entrinnen möchte, höchst lebendig ist. […] Aufgearbeitet wäre die Vergangenheit erst dann, wenn die Ursachen des Vergangenen beseitigt wären. Nur weil die Ursachen fortbestehen, ward sein Bann bis heute nicht gebrochen“ (Adorno 1971 [1958], S. 28).

Der komplette Artikel als pdf.

Max Traeger kein Vorbild! NS Vergangenheit aufklären Ro19 Stellungnahme , , , ]]>
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Veranstaltungshinweis: Die „Neue Rechte“ an der Hochschule http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/25/veranstaltungshinweis-die-neue-rechte-an-der-hochschule/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/25/veranstaltungshinweis-die-neue-rechte-an-der-hochschule/#comments Sun, 24 Sep 2017 22:01:47 +0000 gewstudis AllgemeinAntifaschismusjunge GEWVeranstaltungen http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/25/veranstaltungshinweis-die-neue-rechte-an-der-hochschule/ Auch wenn wir nicht mehr als GEW Studis aktiv sind, möchten wir euch auf eine spannende Doppelveranstaltung hinweisen: DIE „NEUE RECHTE“ AN DER HOCHSCHULE (facebook).Veranstaltet von den Nachwuchswissenschaftler_innen in der jungen GEW Hamburg. Die Nachwuchswissenschaftler_innen haben innerhalb der GEW angekündigt, die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit und Debatte um Max Traeger weiterführen zu wollen, was wir sehr begrüßen.

DIE IDEOLOGIE DER „NEUEN RECHTEN“
Vortrag von Volker Weiß, am Samstag, 04.11.2017 von 18 – 20 Uhr

UMGANGSSTRATEGIEN MIT NEURECHTEN POSITIONEN
Workshop mit dem Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg am Sonntag, 05.11.2017 von 12 – 16 Uhr. (Bitte vorab anmelden)

Ankündigungstext. Wegbeschreibung und Flyer findest Du hier

Unter der „Neuen Rechten“ subsummieren sich verschiedene Gruppierungen, Institutionen und Publikationsorgane, deren Gemeinsamkeit in der Bezugnahme auf den völkischen Nationalismus liegt. Ihr weltanschauliches Spektrum reicht von nationalkonservativ, über nationalrevolutionär und nationalistisch bis zur Esoterik. Akteur*innen der „Neuen Rechten“ inszenieren sich gern akademisch, schick und elitär, distanzieren sich augenscheinlich vom Nationalsozialismus und beziehen sich teilweise positiv auf Europa. Gerne und oftmals in widersprüchlicher Weise werden alternative Themen wie Umweltschutz oder Frauenrechte mit ihren eigentlichen antidemokratischen und antipluralistischen politischen Anliegen vermengt und geben diesen so einen progressiven Anschein. Der Übergang zu nationalistischen Bezügen, die sich offen in die Tradition des Nationalsozialismus stellen, ist jedoch fließend, inhaltlich wie personell, und die Kernelemente neurechten Denkens sind hinter der Fassade auch kaum neu, sondern stehen in der Tradition der so genannten Konservativen Revolution: die vermeintliche Bedrohung des ausgerufenen „Abendlandes“ und der „nationalen Identität“ durch den Pluralismus des Liberalismus oder „Überfremdung“, aktuell durch Islam. Seit den frühen 2010ern gewinnt die Neue Rechte wieder an politischem Einfluss und besetzt öffentlichkeitswirksam politische Themen. Eine zentrale Rolle nehmen im deutschsprachigen Raum u.a. das Ehepaar Götz Kubitschek und Ellen Kositza mit dem Institut für Staatspolitik und dessen rechtsintellektueller Zeitschrift Sezession, das quasi-AFD-Organ Junge Freiheit oder auch die sich popkulturell gebende so genannte Identitäre Bewegung mit Aktivist*innen wie Martin Sellner oder Niels Altmieks ein.

Als Lehrende und Studierende aus verschiedenen Hochschulen nehmen auch wir gelegentlich Studierende wahr, die in Seminaren Standpunkte vertreten, die dieser neurechten Strömung zuzuordnen sind. Sie beziehen sich auf alte Werke aus der „konservativen Revolution“ in Deutschland, aktuelle neurechte Theorien aus Frankreich oder auch aus den Bereichen der Esoterik oder Religion. In den Konstruktionen ist häufig vom „christlichen Abendland“ oder einer „europäischen Kultur“ die Rede, welche verfremdet würde. Sie sehen einen „großen Austausch“ durch stärkere Migrations- und Fluchtbewegungen, sprechen von Parallelgesellschaften und dem „Untergang des Abendlandes“. Vor allem bei Themen wie Inklusion oder rassismuskritischer Bildungsarbeit treten die Meinungen dieser Studierenden besonders hervor. So werben sie für die Stärkung der Kleinfamilien über die politische Neutralität der Bildungssysteme bis hin zu offenem Elitendenken, welches auf einem rassistischen Weltbild und dem völkischen Nationalismus aufbaut.

Hierbei nutzen sie die bekannte Strategie die Hochschul-Dozent*innen als Vertreter*innen des Systems und damit als (links)-politisch tendenziös darzustellen und somit zu delegitimieren. Sie gehen nicht auf deren Standpunkte ein, sondern machen ihre eigene Agenda stark. Um neurechten Positionen im Seminar entgegenwirken zu können, scheint uns eine Auseinandersetzung mit den deren Theorien und Literatur dringend notwendig. Da neurechte Akteur*innen in anderen Teilen der Bundesrepublik aber über die inhaltliche Debatte hinaus auch Methoden der Einschüchterung von Kolleg*innen und die Durchsetzung von politischen Zielen mit Gewalt verfolgt, sind auch andere Abwehrstrategien zu diskutieren. Wir legen den Fokus dabei bewusst nicht auf die Symbole, Codes oder auch Strukturen, da hierzu bereits viel Material vorhanden ist. Stattdessen wollen wir uns mit entsprechenden theoretischen Bezügen auseinandersetzen, um in Lehrsituationen vermeintlich kritische Argumente zu kontextualisieren und ihnen entgegentreten zu können.

Die Veranstaltung ist aufgeteilt in einen Vortrag mit Diskussion zu den theoretischen Grundlagen und Bezügen der Neuen Rechten und einen Workshop zum Umgang mit der Konfrontation neurechter Ideologien im Hochschulalltag. Im ersten Teil wird der Historiker Volker Weiß zentrale Autor*innen und Schriften des neurechten Denkens vorstellen. Hierbei wird sowohl auf Akteur*innen des Antimodernen Diskurses Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts – wie Oswald Spengler und Carl Schmitt – eingegangen, als auch auf aktuelle Vertreter*innen und Organe des neurechten Spektrums – wie Götz Kubitschek und Ellen Kositza oder die Sezession –, um ideologische Kontinuitäten aufzuzeigen.

Der anschließende Workshop bietet die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, zu diskutieren und gemeinsam Handlungsstrategien im Umgang mit neurechten Positionen und deren Anhänger*innen im Hochschulkontext zu entwickeln. Die Leitung übernimmt das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg. Zu Gast außerdem Eva Grigori & Jerome Trebing, die in Österreich in der Politischen Bildung, Hochschullehre und Sozialarbeit tätig sind und Fallbeispiele einbringen und den Fokus erweitern: In Österreich hat die „Identitäre Bewegung“ in mehreren Städten wiederholt Vorlesungen, aber auch Veranstaltungen von Studierendenvertretungen angegriffen, so dass neue Umgangsformen und Sicherheitsvorkehrung Einzug halten mussten.

Veranstaltungsort des Vortrags und des Workshops ist das 1910, Museum für den FC St. Pauli, In der Gegengerade. Am Millerntor. Dort wird zum Zeitpunkt der Veranstaltung die Ausstellung „St. Pauli im Dritten Reich“ statt, deren Besuch wir euch ebenfalls ans Herz legen wollen.

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time to say goodbye. Auflösungsparty am 2.12. http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/24/time-to-say-goodbye-aufloesungsparty-der-gew-studis-hamburg/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/24/time-to-say-goodbye-aufloesungsparty-der-gew-studis-hamburg/#comments Sun, 24 Sep 2017 10:13:23 +0000 gewstudis AllgemeinMax Traeger kein Vorbild!NS Vergangenheit aufklären http://gewstudis.blogsport.de/2017/09/24/time-to-say-goodbye-aufloesungsparty-der-gew-studis-hamburg/ So nicht. In einer Gewerkschaft, die sich so unkritisch mit ihrer eigenen nationalsozialistischen Vergangenheit beschäftigt, wollen wir nicht organisiert sein. Lieber Netzbeschmutzung als Reinewaschen. Wir hören auf. Und unseren Abschied feiern wir natürlich mit euch:

Am Samstag, den 2.12.2017 ab 21.00 in der Flora-Vokü. Dabei: Sekt, Bingo, ein heftiges lineup, Sekt, Gadgets und alles Soli für antirassistische Kämpfe. Musik gibbes von:
- Trap de la tourette (fette bootyshake HipHop/Trap Beats aus Berlin)
- Hir.se* (straighte 80s aus Hamburg)
- Special-Guest

Weiterlesen über die GEW, ihre Vorgängerin, Max Traeger und deren Vergangenheit im NS, sowie die ausführliche Begründung für unsere Auflösung, könnt ihr im kürzlich erschienenen Sammelband ‚Max Traeger – kein Vorbild. Person, Funktion und Handeln im NS-Lehrerbund und die Geschichte der GEW‘ und hier.

Flyer

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Buchvorstellung: Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933–1945 http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/28/buchvorstellung-die-ideologische-ausrichtung-der-lehrkraefte-19331945-2/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/28/buchvorstellung-die-ideologische-ausrichtung-der-lehrkraefte-19331945-2/#comments Fri, 28 Apr 2017 11:50:12 +0000 gewstudis AllgemeinAntifaschismusMax Traeger kein Vorbild!NS Vergangenheit aufklärenVeranstaltungen http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/28/buchvorstellung-die-ideologische-ausrichtung-der-lehrkraefte-19331945-2/ Dienstag 2.5, 18 Uhr Von-Melle-Park 8 Raum 05:

BUCHVORSTELLUNG von Benjamin Ortmeyer

„Die ideologische Ausrichtung der Lehrkräfte 1933–1945. Herrenmenschentum, Rassismus und Judenfeindschaft des Nationalsozialistischen Lehrerbundes“

Im Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) waren 1935 reichsweit 97 Prozent „der gesamten deutschen Erzieherschaft“ organisiert. Ein Drittel davon waren auch NSDAP-Mitglieder. Dennoch hält sich die Verharmlosung des NSLB auch in der Erziehungswissenschaft immer noch hartnäckig. Die vorliegende Studie weist anhand der Analyse des Zentralorgans des Lehrerbundes nach, dass der NSLB keine harmlose Berufsorganisation war, sondern seit 1933 einen festen Bestandteil des verbrecherischen NS-Systems bildete, das dessen Hetze, Rassismus und Judenfeindschaft zur Vorbereitung und als Begleitung der realen Mordprogramme durchaus benötigte.
Benjamin Ortmeyer (außerplanmäßiger Professor für Erziehungswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main) stellt das zusammen mit Saskia Müller geschriebene Buch vor, danach wird es Möglichkeit zur Diskussion geben.

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Einladung zur Austausch- und Informationsveranstaltung für Bildungsarbeiter*innen mit und ohne Fluchtgeschichte http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/11/einladung-zur-austausch-und-informationsveranstaltung-fuer-bildungsarbeiterinnen-mit-und-ohne-fluchtgeschichte/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/11/einladung-zur-austausch-und-informationsveranstaltung-fuer-bildungsarbeiterinnen-mit-und-ohne-fluchtgeschichte/#comments Tue, 11 Apr 2017 10:26:12 +0000 gewstudis AllgemeinArbeitserlaubnis für alle!Here to participate!Veranstaltungen http://gewstudis.blogsport.de/2017/04/11/einladung-zur-austausch-und-informationsveranstaltung-fuer-bildungsarbeiterinnen-mit-und-ohne-fluchtgeschichte/ Am Mittwoch den 19.4. gibt’s eine weitere Veranstaltung von here to participate! Auf den Wunsch hin, wird es erneut Infos zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und zu Arbeitserlaubnissen geben. Vorher gibts die Möglichkeit neue Buddyteams zu bilden. Mittwoch 19.4. um 17 Uhr im Curiohaus der GEW Hamburg. Wir freuen uns!

Einladung | invitation | دعوة | invitation

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Einladung ¦ invitiation ¦ دعوة ¦ دعوت ¦ invitation: 13.2.2017 / 19:00 Here to participate Treffen http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/einladung-invitiation-invitation-here-to-participate-treffen-am-13-2-2017/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/einladung-invitiation-invitation-here-to-participate-treffen-am-13-2-2017/#comments Mon, 16 Jan 2017 23:36:09 +0000 gewstudis AllgemeinArbeitserlaubnis für alle!BildungHere to participate!PädagogikRassismuskritik http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/einladung-invitiation-invitation-here-to-participate-treffen-am-13-2-2017/ Das Buddy-Programm der GEW Hamburg lädt zum offenen Treffen ein. Alle Pädagog_innen mit und ohne Fluchtgeschichte sind herzlich eingeladen am 13. Februar 2017 um 19 Uhr ins Curiohaus zu kommen. Dort wollen wir über die bisherigen Erfahrungen in den Buddy-Teams sprechen und gemeinsam überlegen, wie es weiter geht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, neue Teams zu bilden.

Montag, 13.2.2017, 19 Uhr im GEW-Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15
(facebook-event)

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Zeitzeuginnengespräch mit Buchvorstellung. NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/ns-verfolgte-und-ihre-kaempfe-um-anerkennung-und-entschaedigung/ http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/ns-verfolgte-und-ihre-kaempfe-um-anerkennung-und-entschaedigung/#comments Mon, 16 Jan 2017 23:22:30 +0000 gewstudis AllgemeinAntifaschismusErinnern & GedenkenVeranstaltungen http://gewstudis.blogsport.de/2017/01/17/ns-verfolgte-und-ihre-kaempfe-um-anerkennung-und-entschaedigung/ Am 31.1. findet in der Honigfabrik in Wilhelmsburg ein Zeitzeuginnengespräch mit Buchvorstellung statt. Die als so genannte „Asoziale“ kriminalisierte Ilse Heinrich wird über ihre Verfolgung, ihre Inhaftierung und ihr weiteres Leben berichten. Danach Lesung und Lichtbildvortrag mit Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch aus dem neu erschienenen Buch „Spiel auf Zeit“. Hier die komplette Ankündigung.

„Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen, wie das ist, wenn man kein freier Mensch ist. Und nicht frei entscheiden kann. Darum geht das, dass man nicht frei entscheiden konnte.“ Ilse Heinrich

Zeitzeuginnengespräch mit Ilse Heinrich. Ilse Heinrich wurde als sogenannte „Asoziale“ kriminalisiert und im August 1944 im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert. Sie berichtet über ihre Verfolgung, ihre Inhaftierung und ihr weiteres Leben. Danach Lesung und Lichtbildvortrag mit Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch aus dem neu erschienenen Buch „Spiel auf Zeit“. In dem Buch wird Ilse Heinrich zusammen mit anderen Zeitzeug_innen porträtiert. Die letzten überlebenden NS-Verfolgten sterben und es stellt sich die Frage, wie die Erinnerung an ihre Erfahrungen und an die NS-Verbrechen weiterhin lebendig gehalten werden soll. Dazu berichtet die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark von ihrer Arbeit und ihrem Ansatz des „Offenen Gedenkens“. Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch schildern anhand der Reportagen ihres Buches, inwiefern die sogenannte Widergutmachung der Bundesrepublik mehr einem Mythos als einem Modell gleicht.

Eine Veranstaltung der GEW Studies und dem Infoladen Wilhelmsburg

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Empört euch – Beschwert euch – Wehrt euch! Ein Aufruf zum Widerstand gegen Abschiebungen http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/23/empoert-euch-beschwert-euch-wehrt-euch-ein-aufruf-zum-widerstand-gegen-abschiebungen/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/23/empoert-euch-beschwert-euch-wehrt-euch-ein-aufruf-zum-widerstand-gegen-abschiebungen/#comments Fri, 23 Dec 2016 11:56:59 +0000 gewstudis AllgemeinNever mind the papersSolidarität http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/23/empoert-euch-beschwert-euch-wehrt-euch-ein-aufruf-zum-widerstand-gegen-abschiebungen/ Wir unterstützen den Aufruf von Recht auf Stadt – never mind the papers an alle Menschen dieser Stadt, gegen Abschiebungen, rassistische Kontrollen, Schikanen der Behörde sowie andere Alltagsrassismen aktiv zu werden. Der grassierende Rechtsruck der Gesellschaft fordert noch deutlicher und vehementer für ein solidarisches Miteinander einzutreten. Spread the word!

An alle Menschen in Hamburg

Vor ein paar Tagen, am 14.12.16, fand die erste Sammelabschiebung von Geflüchteten nach Afghanistan statt. Über 30 Geflüchtete aus mehreren Bundesländern wurden vom Frankfurter Flughafen aus in ein Land verbracht, in dem Krieg, Anschläge, Verfolgung und Gewalt (nicht nur) gegen Minderheiten, Hunger und Elend an der Tagesordnung sind – deshalb fliehen Menschen von dort, deshalb gilt dieses Land „noch nicht einmal“ als sicheres Herkunftsland nach der Asylgesetzgebung und deshalb hat das Auswärtige Amt gerade erst seine Reisewarnung für Afghanistan erneuert.

Es ist Zeit, derart menschenverachtender Praxis ein Ende zu setzen! Während in den Fußgängerzonen und Wohnzimmern der Republik gerade die Zeit der Liebe und des Friedens gefeiert wird, werden täglich geflüchtete Menschen von rechtsextremen Mobs und „besorgten Bürgern“ angegriffen – die Bundes- und Landesregierungen antworten nicht mit Schutz und einer entschiedenen Position gegen Gewalt und für grundlegende Rechte, sondern mit Asylpaketen, „sicheren Herkunftsländern“ und gnadenloser Abschiebung in Elend und Tod. Darum gilt es, als Zivilgesellschaft entschlossen zu handeln!

• Wir rufen alle Menschen in Hamburg dazu auf, sich mit all ihren Mitmenschen solidarisch zu erklären – unabhängig von deren Herkunft, Aussehen oder Aufenthaltsstatus.

• Wir rufen dazu auf, geflüchtete Menschen beim Spießrutenlauf des Asylverfahrens zu unterstützen. Begleitet Menschen in Behörden, unterstützt sie mit Rechtsberatung, Geld, Sprachkenntnissen und bloßer Anwesenheit.

• Wir rufen dazu auf, rassistische Kontrollen auf der Straße nicht hinzunehmen, sondern einzugreifen, zu stören und zu verhindern. Wir rufen dazu auf, am Flughafen, an (Bus-)Bahnhöfen und anderswo Abschiebungen anzuprangern und (Flug-)Reisen mit Abschiebungen durch Weigerung zu stoppen.

• Wir rufen dazu auf, Menschen, die abgeschoben werden sollen, zu warnen, zu schützen, zu verstecken.

• Wir rufen auf zu Ungehorsam und Widerstand in allen Stadtteilen, allen Altersgruppen und allen sozialen Gruppen.Alle, die in Hamburg in den vergangenen Jahren Willkommenskultur hochgehalten haben, die sich zusammengeschlossen haben in Hilfsinitiativen und Unterstützungsgruppen, rufen wir auf, ihre Hilfe durch Forderungen und Protest zu ergänzen. Geflüchtete Menschen lediglich bis zu deren Abschiebung zu unterstützen, erleichtert den Behörden nur ihre Arbeit.

• Wir rufen dazu auf, gegen die Isolation und die unmenschlichen Zustände in vielen Aufnahmelagern und Folgeunterkünften immer wieder vorzugehen und den Menschen vor Ort zu ihren Rechten zu verhelfen.

• Wir rufen dazu auf, Druck auf den Hamburger Senat auszuüben; den Grünen, die noch vor ihrer Wahl Versprechungen für eine bessere Flüchtlingspolitik gemacht haben, nicht durchgehen zu lassen, dass sie sich jetzt als Regierungspartei nicht nur stillschweigend, sondern aktiv an den Abschiebungen beteiligen, statt sich querzustellen.

• Wir rufen alle, die politisch aktiv sind, alle antirassistischen Gruppen und Personen, auf, sich zu organisieren und eine Protestkultur zu etablieren, die nicht überhört und übersehen werden kann.

• Wir rufen dazu auf, obwohl es an allen Ecken und Enden brennt, obwohl der G20 bevorsteht, gemeinsam eine Kraft aufzubringen, die die stetige Verschlimmerung der Situation für geflüchtete Menschen nicht nur kritisiert oder verlangsamt, sondern zum Stillstand bringt!

• Wir rufen dazu auf, sich auszutauschen und zu vernetzen, und im großen Zusammenschluss Widerstand wirksam zu machen.

Wir laden dazu ein, sich dem Bündnis Never mind the papers! anzuschließen und Solidarität praktisch werden zu lassen. Wir rufen auf zum Handeln für ein Hamburg des Bleibens, für ein Hamburg für alle!

Bündnis “Recht auf Stadt – never mind the papers!”, Hamburg Dezember 2016

Was tun bei rassistischen Polizeikontrollen?
Taschenkarte zu Racial profiling von www.schoener-leben-goettingen.de

Wie kann ich Abschiebungen verhindern?
„How to stop a deportation“ auf youtube

Information für von Abschiebung Bedrohte:
www.w2eu.info > Germany > Deportation

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10 ½ Jahre GEW Studis Hamburg: Jubiläums-Soliparty http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/15/10-jahre-gew-studis-hamburg-jubilaeums-soliparty/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/15/10-jahre-gew-studis-hamburg-jubilaeums-soliparty/#comments Wed, 14 Dec 2016 22:51:52 +0000 gewstudis Allgemein10 Jahre! http://gewstudis.blogsport.de/2016/12/15/10-jahre-gew-studis-hamburg-jubilaeums-soliparty/ Nachdem wir unser 10jähriges verstreichen haben lassen, feiern wir unseren 10½ten Geburtstag umso doller! Freitag, 6.1.2017, 22 Uhr Jupibar im Gängeviertel!
Der Erlös der Party fließt Projekten zu, die mithilfe von Eheschließungen den rassistischen Ausgrenzungen der bürgerlichen Gesellschaft ein Schnippchen schlagen. [Facebook-Event]

✪ Feinster Trap‘n'Hiphop und Best od the 80s!
- Trap de la tourette (fette bootyshake HipHop/Trap Beats aus Berlin)
- Hir.se (straighte 80s aus Hamburg)
✪ Große Ausstellung: Das Beste aus 10 ½ Jahren GEW Studis
✪ Cocktails, Slushice-meets-Korn, Softdrinks & Bier
✪ Unnützes Wissen: Das ultimative GEW-Studis-Quiz. Unnütze Preise: Gewinne einen GEW-Radiergummi!

Flyer hier:

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10 Jahre! ]]>
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Max Traeger – kein Vorbild! http://gewstudis.blogsport.de/2016/11/02/max-traeger-kein-vorbild/ http://gewstudis.blogsport.de/2016/11/02/max-traeger-kein-vorbild/#comments Wed, 02 Nov 2016 10:12:42 +0000 gewstudis AllgemeinMax Traeger kein Vorbild!NS Vergangenheit aufklärenRo19Stellungnahme http://gewstudis.blogsport.de/2016/11/02/max-traeger-kein-vorbild/ Max Traeger – erster Vorsitzender der GEW und Namensgeber einer GEW-nahen Stiftung – war Mitglied im NSLB (Nationalsozialistischen Lehrerbund), verbreitete die Legende der zwangsweisen Eingliederung von Lehrer_innenverbänden in den NSLB und war tatkräftig an der mehr als fragwürdigen Historie um den Besitz der Ro19 durch die GEW beteiligt. Alles in allem: kein Vorbild!

Unter diesem Titel veröffentlichte der Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW in offenen Brief an den GEW Hauptvorstand und alle Mitglieder, in dem die Umbenennung der Max-Traeger-Stiftung und eine kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit gefordert wird. In einer eigenen Stellungnahme erklären wir unsere Intention den Brief zu unterstützen und rufen zu dessen Unterzeichnung auf. Beides und zwei taz-Artikel sind unten dokumentiert.

Max Traeger – kein Vorbild!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

schon seit einigen Jahren gab und gibt es Diskussionen über die Geschichte des NS-Lehrerbundes (NSLB) und den Umgang der GEW mit ihm. Das rührt auch daher, dass der spätere GEW-Vorsitzende, nach dem eine Stiftung benannt ist, ausgerechnet ein Mitglied des NSLB war: Max Traeger. Dieser Mann, nach 1945 dann aktives FDP-Mitglied, ist zu Recht umstritten.
Seine Mitgliedschaft im NSLB ist sicherlich kein Argument, um ihn als Vorbild zu ehren. Auch die Mitgliedschaft in der FDP nach 1945 ist für Mitglieder einer Gewerkschaft nicht unbedingt ein Grund, in Jubel auszubrechen.
Aber diese beiden Punkte allein sind es nicht: der entscheidende Punkt ist, dass Max Traeger mit großer Energie an der Legende mitgestrickt und an der Lebenslüge mitgearbeitet hat, dass die Verbände der Lehrkräfte im Jahr 1933 angeblich zwangsenteignet und zwangsweise in den NSLB eingegliedert wurden. Das ist für die große Mehrheit der alten Organisationen der Lehrkräfte, insbesondere in Hamburg, schlicht und einfach gelogen.
Diese Geschichtsfälschung hat eine doppelte Funktion:
Zum einen war dies eine große Möglichkeit für die Masse der nazifizierten Lehrkräfte (97 % der Pädagog_innen waren im NSLB, ein Drittel davon waren NSDAP- Mitglieder, oft mit wichtigen Funktionen), sich aus ihrer Verantwortung zu stehlen und ihre Mitgliedschaft als Bagatelle darzustellen. Das kam der Tendenz zur Renazifizierung der Bundesrepublik Deutschland insbesondere nach 1949 sehr entgegen. Die GEW beteiligte sich massenhaft daran, berechtigte Sanktionen gegen NS-Lehrer_innen mit ihrem Rechtsschutz wieder rückgängig zu machen. Ein Beweis für die „zweite Schuld“, die auch nach 1945 vor der GEW nicht halt gemacht hat und bis heute so gut wie gar nicht systematisch analysiert wurde.
Die zweite Funktion dieser Lügengeschichte bestand in der Behauptung, die Masse der Mitglieder der alten Lehrerverbände habe angeblich „zwangsweise“, also nicht freiwillig und nicht mit großer Begeisterung, den Eintritt in den NSLB vollzogen – das galt gerade auch für den Eintritt in den NSLB in Hamburg (so heißt es in Stein gemeißelt auf der Tafel am Curiohaus in Hamburg: „Im Mai 1933 gliederte der NS-Lehrerbund den Verband zwangsweise ein“).
Max Traeger war Vorsitzender eines Lehrervereins mit dem altehrwürdig-merkwürdigen Namen „Gesellschaft der Freunde des vaterländischen Schul- und Erziehungswesens“. Diese Hamburger Organisation ist in zwei großen Schritten 1933 und 1934 mit großer Begeisterung und fast einstimmig (bei sieben Gegenstimmen) in den NSLB eingetreten und hat auch sämtliches Vermögen freiwillig den Nazis, dem NSLB, zur Verfügung gestellt – es gab keine Enteignung. Und Max Traeger erhielt kein „Berufsverbot“, wie etwa in Wikipedia behauptet wird. Das ist eine Legende. Er konnte, wenn auch nicht mehr als Schulleiter, als Lehrer bis 1945 arbeiten, wie die Akte des Entnazifizierungsverfahrens zeigt.
Nach 1945 nun die Rückgabe des dem NSLB freiwillig übergebenen Vermögens an die GEW zu verlangen, – das war einer der Hauptaktivitäten von Max Traeger nach 1945 – erwies sich als ein geschickter Schachzug, um sich als „Opfer“ der NS-Diktatur darzustellen und das Mittun und das Mitwirken, den freiwilligen Anschluss an den NSLB zu vertuschen. Dabei ging es auch um finanzielle Dinge. Das kam heraus, als vor einigen Jahren Aktivist_innen der GEW in Hamburg nachwiesen, dass der NSLB einem jüdischen Hausbesitzer unter dem Druck der Nazi-Verfolgung ein Haus abgerungen hatte. Max Traeger, der hier im Nazi-Jargon nach 1945 noch vom „Judengrundstück“ schrieb, spielte dabei nach 1945 eine entscheidende Rolle. Mithilfe alter Nazis des NSLB half er, die lügnerische Behauptung aufzustellen, dass dieses Haus nun der GEW gehöre, da die Nazis es doch mit den Geldern der alten Lehrerorganisation gekauft hätten. „Judengrundstück“? Alles sei mit rechten Dingen zugegangen, die Nazis hätten einen fairen Preis gezahlt, hieß es dann später. Max Traeger war führend an diesem Betrug beteiligt, wie alle Dokumente beweisen, die die Aktivist_innen der GEW in Hamburg, aber auch Historiker_innen ausgewertet und bewertet haben.
Als in der GEW aktive Studierende sehen wir den Bedarf nach weiterer Forschung zur Frage von personellen und materiellen Kontinuitäten des NS in der GEW und nach einer Debatte über den Umgang damit in den Nachkriegsjahrzehnten, insbesondere mit Blick auch darauf, was das für die heutige gewerkschaftspolitische Praxis bedeutet. Unser Vorschlag und unser Anliegen ist es, diese Debatte breit und öffentlich zu führen und dann die Umbenennung der Max-Traeger-Stiftung zu beschließen.
Wir schlagen vor, dafür den Namen eines Mitbegründers der GEW zu verwenden, etwa den in der Nazizeit emigrierten Heinrich Rodenstein, der den bemerkenswerten Satz prägte: „Es muss ja schließlich im Vierten Reich ein paar geben, die sich nicht bekleckert haben“, also nach einem Aktivisten der Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik (erst KPD, ab 1931 SAP), der auch unter den Lehrerkräften politisch gearbeitet hat und später (1960-1968) Vorsitzender der GEW war.

Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten der GEW (BASS)

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Stellungnahme der GEW-Studis Hamburg zum Offenen Brief des BASS an den Hauptvorstand und Mitglieder der GEW für die Umbenennung der Max-Traeger-Stiftung

Der Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten (BASS) der GEW hat sich in einem offenen Brief an den Vorstand und Aktive in der GEW gewandt und fordert die Umbenennung der Max Traeger Stiftung und Aufarbeitung von NS-Kontinuitäten innerhalb der GEW. Als LASS Hamburg (GEW.Studis Hamburg) unterstützen wir diese Forderung. Als Antifaschist_innen und politisch Aktive erscheint es uns auch 72 Jahre nach dem Ende der Verfolgung und industriellen Vernichtung von Millionen von Menschen unabdinglich, sich kritisch mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen und Beteiligungen im Nationalsozialismus sowie personelle, strukturelle und ideologische Kontinuitäten nach der Kapitulation Nazideutschlands lückenlos aufzuarbeiten.

Dass Max Traeger keine Vorbildfunktion erfüllt und keine Person darstellt, auf die sich eine Organisation wie die GEW positiv beziehen sollte, wird in dem offenen Brief und durch die darin angegeben Quellen mehr als deutlich. Wir sehen die dringende Notwendigkeit einer öffentlichen Aufarbeitung und unterstützen aus diesem Grund den offenen Brief und seine Forderungen. Dass aus dem Brief heraus in missverständlicher Weise interpretiert werden konnte, dass die GEW Hamburg nach wie vor im Besitz der Rothenbaumchaussee 19 wäre, war dabei nicht intendiert und ist im Brief und in dem begleitenden taz-Artikel mittlerweile geändert.

Als in der GEW Hamburg Aktive ist uns bewusst, dass die Diskussionen um den Verkauf der Ro19 eine langwierige Auseinandersetzung darstellt, die die GEW Hamburg lange Zeit beschäftigt hat. Mit dem offenen Brief und den damit verbundenen Forderungen geht es uns nicht darum, die Diskussion im Ro19 subtil wiederaufleben zu lassen. Wenn wir über Ro19 sprechen wollen, fordern wir dies offen ein. Die Auseinandersetzung um Max Traeger funktioniert allerdings nicht komplett, ohne die Ro19 zu thematisieren. Dabei geht es in erster Linie um die Frage, wie die GEW Hamburg in den Besitz des Hauses kam und welche Verantwortung sie damit trägt.
Aus diesen Gründen unterstützen wir den Offenen Brief und rufen dazu auf, diesen zu unterzeichnen.

26.10.2016, GEW Studis Hamburg

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Lehrergewerkschaft mit NS-Vergangenheit
Mitläufer als Aushängeschild. Die GEW gilt als links und antifaschistisch. Nun ist ihre Stiftung nach einem Mann benannt, dem Historiker Geschichtsfälschung vorwerfen.
taz vom 9.10.2016

Kommentar NS-Spuren bei der GEW
Ehrlichkeit vor der eigenen Tür. Dass es der linken Lehrergewerkschaft GEW gelungen ist, ihre NS-Vergangenheit zu verdrängen, wirft kein gutes Licht auf die Organisation.
taz vom 10.10.2016

Max Traeger kein Vorbild! NS Vergangenheit aufklären Ro19 Stellungnahme , , , ]]>
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