„Vom Nationalismus der Mitte zum Bürger-Mob“ Abschluss der Veranstaltungsreihe zur Neuen Rechten

Die Reihe „Neue Rechte oder alter Konservatismus?“ geht zu Ende. Fünf Veranstaltungen zu „Tradition und Heimat, Nationalismus und Rassismus“ sind bereits gelaufen. Wir hoffen, dass wir einen guten Einblick in die Sphäre der Neuen Rechten an der Uni (und darüber hinaus) geben konnten. Am Dienstag, den 18.02. findet die letzte Veranstaltung statt. Ein Referent des Bildungskollektivs Biko wird über Nationalstaat, Nationalismus und die aktuellen rassistischen Diskurse um Asylunterkünfte in Deutschland referieren (fb-event):

[18.02.2014] Vom Nationalismus der Mitte zum Bürger-Mob
18:30, Universität Hamburg, Von-Melle-Park 9 (ehem. HWP), Raum S29

UPDATE:
Der angefragte Referent hat leider abgesagt. Zum Glück haben wir mit Volker Weiß einen guten Ersatz gefunden. Inhaltlich ändert sich die Veranstaltung dahingehend, dass wir einen Vortrag zu Sarrazin als Fortsetzung der Denker der „Konservativen Revolution“ hören werden. Im Prinzip geht es darum, am Beispiel von „Deutschland schafft sich ab“ die Renaissance einer Weltanschauung der Zwanziger Jahre nachzuweisen. Das Ganze orientiert sich an Volker Weiß‘ Buch ‚Deutschlands Neue Rechte‘ von 2011.

Hier der ursprüngliche Ankündigungstext:

Gerade mit den Fußball-Ereignissen der letzten Jahre hat sich durchgesetzt, dass die Mitte sich selbstverständlich positiv auf ihre Nation bezieht. Ausgehend von zwei Arbeitsdefinitionen des Nationalismusbegriffs wollen wir in Frage stellen, ob der Kern nationaler Identität wirklich gemeinsame Sprache, Geschichte, Kultur und Territorium ist. Wir sind der Ansicht, dass die die meisten dieser Merkmale Mythen sind, die im Nachhinein konstruiert wurden, um die Nation mit einem überzeugenden Fundament zu versehen, und dass diese ständig aktualisiert werden müssen, damit der gesellschaftliche Zusammenhang nicht seinen eigenen Zerfallstendenzen zum Opfer fällt. In der Veranstaltung soll dargestellt werden, wie besagte Mythen im Kontext der historischen Entwicklung des Nationalstaats entstanden sind und wie sie heute aufrechterhalten werden. Darüber hinaus geht es darum, welche Diskurse seit 1990 einen Nationalismus der Mitte befördern und wie der aktuell rassistische Diskurs um Asylunterkünfte in Deutschland daran anknüpft. Die Analyse nationaler Mythen und Diskurse erlaubt es, Nationalist_innen als das zu kritisieren, was sie sind: „ideologische Banditen“ (Elie Kedourie).

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