Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen!

'kritische bildung und ...'Die GEW-Studis Hamburg unterstützen den Aufruf zu den Aktionen unter dem Motto ‚Schlaflos in Hamburg‘:

17.10. Nachttanzdemo „Raven gegen Wohnungsnot“
27.10. Aktionstag: suchst du noch oder wohnst du schon?
10.11. Demonstration – Schlaflos in Hamburg

Schlaflos in Hamburg?

Im Oktober ist es wieder soweit, die neuen Erstsemester kommen an die Unis und treffen auf ein großes Problem – ein bezahlbares Zimmer finden. Die Studierenden-Wohnheime sind schon lange ausgelastet, so dass das Studierendenwerk auch in diesem Jahr wieder Notunterkünfte in einer Sporthalle bereitstellen muss. Auszubildenden geht es ähnlich, da das durchschnittliche Azubi-Gehalt bei Weitem nicht mit den Hamburger Wohnungspreisen mithalten kann. Diese Dinge sind kein spezifisches Problem, sondern betreffen als Folge der profitorientierten Wohnungspolitik in Hamburg schließlich alle Mieter*Innen – besonders finanziell schwächere.

Im nächsten Jahr wird Hamburg in der 19. Sozialerhebung offiziell zur teuersten bundesdeutschen Stadt für Studierende erklärt. Dieser Umstand ist das Ergebnis einer Stadtentwicklungspolitik, die den „Wirtschaftsstandort Hamburg“ im Wettbewerb der Städte voranbringen soll. Wohnraum ist für Politik und Wirtschaft eine Kapitalanlage. Das Spekulieren mit Wohnraum ist gerade in einer „boomenden“ Stadt besonders lukrativ. Zusätzlich lassen sich Leerstände von der Steuer abschreiben, wodurch sie für die Eigentümer*Innen noch rentabler werden. In der Folge wird Leerstand größer und Wohnraum unbezahlbar. Diese Situation wollen wir nicht länger hinnehmen! Platz zum Wohnen ist in Hamburg schon jetzt unerträglich teuer. Der stetige Mietanstieg wird ohne unseren Widerstand nicht zu stoppen sein.

Deshalb wollen wir – gemeinsam mit möglichst vielen Hamburger*Innen im Oktober diskutieren, Selbsthilfe organisieren und Protestaktionen durchführen, um die Politik unter Druck zu setzen, die Öffentlichkeit zu erreichen und unseren Widerstand gegen kapitalistische Stadtentwicklung sichtbar zu machen. Beteiligt euch, drückt eure Unzufriedenheit aus und bringt eure Kritik auf die Straße! Mietenwahnsinn stoppen!

Demonstrationen Mietenwahnsinn stoppen! Proteste Uni Hamburg