Euromayday: Statement zur Schulreform

Pro Schulreform Alter! – Wir sind nicht die Typen, die sich mittags beim Rotary-Club treffen und auch nicht die Frauen, die beim Golfen über Ratings diskutieren. Wir sind diejenigen, die bei Lidl einkaufen, mit dem Latte-Becher ständig auf Achse sind und auch wenn wir nicht alle Kinder haben, sind wir Kinder der Bildungsreform, und es geht uns sehr wohl was an, wie Bildung in dieser Stadt verhandelt wird.
Die Herren und Frauen der Excellenzklasse Hamburg meinen, sie wollen lernen? Wir sagen, wenn sie von Bildung reden, wollen sie ihren Besitzstand bewahren.
Haben die etwa Angst, mit uns oder unseren Kindern zu lernen!?? Dann sollen sie die Finger lassen von den staatlichen Schulen und mit ihrem Schotter eigene Elitenschulen bauen, wo sie unter sich bleiben können.
Wir lernen schon! Und zwar gemeinsam, denn lernen ist für uns neugierig sein, Akzente und Besonderheiten verstehen, Umwege genießen, mehr Wissen als vorher haben, fragen, Infrage stellen, inne halten, sich Platz nehmen, seinen Platz finden, weiter machen, abchecken, aushandeln, sich streiten, sich einigen und alles speichern und verknüpfen.
Handeln und teilhaben.
Es ist die Stadt, mit ihrer Unterschiedlichkeit, die klug macht, und es sind nicht die Bildungsghettos der Parallelgesellschaften in Blankenese, Pöseldorf und Co.
Unser Grinsen wird euch (am 18. Juli) in die Wahlkabinen begleiten.
Und am Ende lacht das akademische Proletariat!

((auch schon Redebeitrag auf der Parade))