Archiv für November 2007

Warum Justin nicht mit Greta-Marie zur Schule gehen darf

In keinem anderen Land der OECD werden die SchülerInnen so früh selektiert und auf verschiedene Schulformen aufgeteilt wie in Deutschland. Diese Entscheidung weist den Weg für das spätere Leben der Kinder, denn die individuellen Chancen auf Teilhabe an den gesellschaftlichen und kulturellen Prozessen und nicht zuletzt die Chancen auf dem Arbeitsmarkt hängen direkt vom persönlichen Schulabschluss ab. Der Bildungserfolg selbst wiederum steht in direktem Zusammenhang mit der sozialen Herkunft. Durch die Mechanismen des mehrgliedrigen Schulsystems werden Kinder aus „bildungsfernen Schichten“, mit Migrationshintergrund oder Behinderungen konsequent diskriminiert und werden so schon früh als die Loser der Gesellschaft abgestempelt. Dies ist ein wichtiges Argument für die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems hin zu einer integrativen Schule für alle: die Überwindung der diskriminierenden Selektion im Bildungswesen.
Diese Debatte ist keineswegs neu. Sie wurde schon vor über 200 Jahren in Preußen geführt und dort wurde auch der Grundstein für unser heutiges Schulsystem gelegt.

Entstehungsgeschichte und Hintergründe des mehrgliedrigen Schulsystems + Vorstellung der Volksinitiative „Eine Schule für alle“ Do., 8. November, 18 Uhr im Anna-Siemsen-Hörsaal, Pädagogisches Institut, VMP 8
Als Referenten dazu sind eingeladen:
Prof. Dr. Karl Dieter Schuck (Professor für die behindertenpädagogische Psychologie und Diagnostik), Klaus Bullan (Vorsitzender der GEW Hamburg)

Das komplette Flugblatt findet sich als pdf-Dokument unter folgendem Link:
Eine Schule für alle – Veranstaltung zu Eine Schule für Alle

Plakat

Ein Mitschnitt der Veranstaltung findet sich auf video.google.de.