Veranstaltung zu den chilenischen Bildungsprotesten 31.01/ Uni Hamburg

Bildungsstreik in Chile 2011 ff.
Informations- und Diskussionsveranstaltung zu den Bildungsprotesten in Chile

31.01.2012/ 19:00 Uhr/ Uni Hamburg / Hauptgebäude ESA 1 / Hörsaal A
(hier Flyer und Plakat als PDF zum Runterladen.)

„¡Y va a caer, y va a caer, la educación de Pinochet!“ –
„Und sie muss weg, und sie muss weg, die Bildungspolitik Pinochets!“

Mit diesem Gesang erinnern die chilenischen Bildungsaktivist_innen daran, dass im Bildungssystem die Folgen der Militärdiktatur nicht überwunden sind. Nachdem 2006 Schüler_innen begonnen hatten gegen die Bildungspolitik zu protestieren, rollte 2011 eine weitere, weitaus größere und radikalere Bildungsprotestwelle durchs Land. Was die Schüler_innen, Student_innen, Lehrer_innen, und alle die sich mit ihnen solidarisieren, auf die Straße treibt, ist u.a., dass die öffentliche Schulbildung noch katastrophaler unterfinanziert ist, als bspw. in Deutschland. Zudem ist sie nicht minder selektiv: Während 90% der Schüler_innen an Privatschulen die obligatorische Aufnahmeprüfung für die Universitäten bestehen, gelingt dies nur 50% der Schüler_innen von öffentlichen Schulen. Allerdings sind nur 10% der Eltern wohlhabend genug, um den Besuch einer Privatschule finanzieren zu können…

Laura Ortiz vom Schülerbündnis Asamblea Coordinadora de Estudiantes Secundarios (ACES) fasst die aus dieser Misere erwachsenen Forderungen so zusammen: „Wir wollen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr, eine laizistische, kostenlose und gute öffentliche Bildung, eine Verbesserung der Infrastruktur und der sozialen Situation an den Fachhochschulen, und dass die Schulen, die vom Erdbeben im letzten Jahr getroffen wurden, nicht privatisiert werden.“ Einige der Protestierenden wollen jedoch weiter gehen. Sie wollen das Bildungssystem komplett verstaatlichen und unterbinden, dass daraus Profite gepresst werden können.

Die Bewegung an sich ist sehr heterogen – Studierendenorganisationen haben andere Themen im Blick, als die Schüler_innenorganisationen oder die Lehrer_innenverbände. Sie alle eint jedoch die Ablehnung des neoliberalen, marktdominierten Bildungssystems Chiles.

Präsident Piñera kündigte indes an, dass die Regierung einen Reformvorschlag erarbeiten will, der unter anderem eine Reformierung des Stipendien- und Studienkreditsystems vorsieht. Ein Witz, angesichts der allgemeinen Forderungen nach strukturellen Reformen und der Überwindung der sozialen Selektion des Bildungswesens. Es geht den Protestierenden eher um eine radikale gesellschaftliche Transformation, als um ein bisschen mehr Geld. Denn eines gilt für Hamburg, Deutschland und Europa, wie für Chile: Bildungsfragen sind grundsätzlich Gesellschaftsfragen, und wer das Bildungswesen verändern will, kommt nicht darum herum, die Festungen der bestehenden Gesellschaft zu überwinden. Für Chile lässt sich diese Hinwendung zur Gesellschaft bereits daran erkennen, dass nun die Forderung nach einem Volksentscheid gestellt wird. Der Hardliner vom Dienst, Innenminister Rodrigo Hinzpeter, beschränkt sich unterdessen darauf, Gewalt auf den Demonstrationen zu verurteilen, brutale polizeiliche Übergriffe jedoch zu verharmlosen und eine Verstaatlichung des Bildungswesen schlicht zu einer Katastrophe zu erklären.

Ob grundlegende Veränderungen zu erwarten sind, ist momentan noch offen. Denn auch in Chile ist das neoliberale Mantra „Marktfreiheit, Marktfreiheit, Marktfreiheit“ auf allen Ebenen der Gesellschaft weit verbreitet. Allerdings machen die Massenproteste und die sich verbreiternde Unterstützung deutlich, dass die Akzeptanz für das aus Zeiten Pinochets stammende Bildungssystem abnimmt.

Mit der Informations- und Diskussionsveranstaltung möchten wir alle Interessierten einladen auf Grundlage eines lebendigen Berichts der Sprecher_ innen der chilenischen Studierenden und einem Vertreter des Gewerkschaftsdachverbandes CUT in ein Gespräch über Bildung, Widerstand und progressive Entwicklungen einzutreten. Den internationalen Austausch zu fördern ist für uns nicht nur ein Akt praktischer Solidarität, sondern auch eine reale Lernmöglichkeit über Sprachbarrieren hinweg. (Die Veranstaltung wird auf Spanisch-Deutsch übersetzt)

Die Delegation besteht aus:

Camila Vallejo Dowling, Presidenta de la Federación de Estudiantes de la Universidad de Chile
Jorge Andres Murúa Saavedra, Consejero Nacional de la CUT und
Karol Aida Cariola Oliva, Ex-Presidenta de la Federaciòn de Estudiantes de la Univ. de Concepción.

Wann: 31.01.2012 | 19:00 Uhr
Wo: Uni Hamburg, Hauptgebäude, Hörsaal 1, Hamburg

Organisiert von der Rosa Luxenburg Stiftung Hamburg, dem Fachschaftsrat Erziehungswissenschaften und der GEW-Studierendengruppe

Aus UUUUPPSS

PS: Hier eine Kurz-Doku von AlJazeera zu der StudentInnenbewegung für freie Bildung in Chile

Infoveranstaltung BLOCK DRESDEN, 7.02, 18 Uhr, Curio Haus

Aller guten Dinge sind drei!
BLOCK DRESDEN 2012 – Blockieren, bis der Naziaufmarsch Geschichte ist

(Aufruf und Plakat zur Veranstaltung hier als PDF zum Runterladen.)

In den vergangen zwei Jahren ist uns etwas gelungen, das viele für unmöglich gehalten hatten: Wir haben den Naziaufmarsch in Dresden erfolgreich blockiert. Tausende Nazis konnten ihr eigentliches Ziel, mit einer Großdemonstration ihre menschenverachtende Ideologie zur Schau zu stellen, nicht erreichen.

Mit dem Aufmarsch im Februar versuchten sie in den vergangenen Jahren, an das Gedenken an die Bombardierungen Dresdens im Februar 1945 und den damit einher gehenden Mythos der „unschuldigen Stadt Dresden“ anzuknüpfen. Auch durch Ignorieren und Wegschauen seitens der Stadtverwaltung und eine mangelnde Entschlossenheit großer Teile der Dresdner Zivilgesellschaft konnte dieser Termin zu Europas größtem Naziaufmarsch mit bis zu 7000 Teilnehmenden werden. Doch die Dynamik der Aufmärsche ist gebrochen. Zu verdanken ist dies insbesondere dem entschlossenen Handeln von zwölftausend (2010) und zwanzigtausend Menschen (2011), die mit Massenblockaden den Marsch der Nazis verhinderten.

Wir wenden uns gegen jede Form von Geschichtsrevisionismus. Alten und neuen Nazis darf keine Gelegenheit gegeben werden, die deutsche Geschichte zu verklären und die NS-Verbrechen zu verherrlichen. Daher werden wir am 13. Februar 2012 den „Täterspuren“-Mahngang durchführen, um an die NS-Geschichte in Dresden zu erinnern.

„Sagen, was man tut, und tun, was man sagt“ – durch dieses Motto war unser Handeln der letzten Jahre geprägt. Dabei bleibt es! Uns eint das Ziel, den Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern. Unser Ziel ist dabei nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei. Wir sind entschlossen, den Naziaufmarsch zu blockieren – von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.

„Unsere Vielfalt ist unsere Stärke“ – das war unser Credo der letzten Jahre. Dabei bleibt es! Mit einem breiten Bündnis aus Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden, religiösen Gruppen sowie zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen haben wir deutlich gemacht: Blockaden sind legitim, und Dresden geht uns alle an!

AntifaschistInnen wurden in den letzten Monaten vermehrt mit staatlichen Repressionen überzogen. Rechtswidrige Funkzellenabfragen, politisch motivierte Strafverfahren, selbst Immunitätsaufhebungen werden uns nicht einschüchtern. Versuchen von außen, uns mittels der Extremismustheorie zu spalten, setzen wir unsere Solidarität entgegen. Wir lassen uns nicht spalten. Ziviler Ungehorsam ist unser Recht, unsere Blockaden sind legitim!

Lassen wir uns nicht einschüchtern! Wir protestieren im Februar in Dresden auch gegen die staatliche Aushöhlung des Versammlungsrechts und einen Schnüffel-Staat. In Dresden soll bewusst das Rechtsordnungsprinzip der Verhältnismäßigkeit verschoben werden, um einen „gläsernen Demonstranten“ zu schaffen. Wir treten dem entschieden entgegen. Dabei stehen wir zusammen gegen alle Versuche der Einschüchterung und der Beschneidung unserer Bürgerrechte.

Auch 2012 werden wir den Naziaufmarsch in Dresden blockieren. Die Mordserie der in Sachsen untergetauchten Nazis zeigt einmal mehr, wie wichtig entschlossenes antifaschistisches Handeln ist. Antifaschistisches Engagement darf nicht kriminalisiert, sondern muss unterstützt werden. Jahrelang sind Anschläge, Nazigewalt und Waffenfunde in der Naziszene bagatellisiert worden. Schluss damit!

Wir geben den Nazis keinen Meter Straße preis. Wir blockieren sie in Dresden: bunt und lautstark, kreativ und entschlossen!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Mehr Infos zum Bündis Dresden Nazifrei HIER

Wie immer: Personen aus der NPD, Freien Kameradschaften sowie Angehörige der neofaschistischen oder rechtspopulistischen Szene sind von den Veranstaltungen nach §6 VersG. ausgeschlossen.

Aus Bildung

Mobilisierungsvideo:

Aktuelle Ausgabe der GEW-Studierendenzeitung „read.me“ ist erschienen!

GEW-Studierendenzeitung read.me

Die aktuelle Ausgabe der read.me WiSe 2011/2012 ist erschienen und HIER schon mal als PDF zum downladen!
Die GEW-Studierendenzeitung read.me erscheint einmal im Semester und wird vom Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW (BASS) erstellt. read.me ist eine Zeitung von Studierenden für Studierende und greift aktuelle Themen aus dem Bereich Hochschule und Bildung auf.

Wenn Ihr welche – ganz altmodisch – in Papier haben wollt, einfach bei uns melden studis@gew-hamburg.de

PS: Ältere Ausgaben gibt es im read.me – Achiv

Aus UUUUPPSS

Bildungsgewerkschaft GEW zur Lage an den Hochschulen 2011/2012

Hochschulen endlich ausbauen und öffnen!!

Im laufenden Wintersemester haben sich die Missstände an den Hochschulen dramatisch zugespitzt: Studienplatzmangel, Zulassungschaos, miese Betreuungsverhältnisse, Hire-and-Fire-Prinzip beim Personal, Hürden beim Masterzugang – Bund, Länder und Hochschulen scheinen nichts unversucht zu lassen, studierwilligen Menschen Steine in den Weg zu legen……Hier weiterlesen!!

Aus Bildung

10. November, 18:00 Uhr: Offenes Informations- und Kennenlerntreffen der GEW-Studis Hamburg

„Bildet euch, denn wir brauchen all eure Klugheit.
Bewegt euch, denn wir brauchen eure ganze Begeisterung.
Organisiert euch, denn wir brauchen eure ganze Kraft.“

Antonio Gramsci

Seit 2006 gibt es uns – Studierende in der GEW – an der Universität Hamburg und anderen Hamburger Hochschulen. Wir engagieren uns für bessere Studienbedingungen und ein sozialeres Bildungssystem. Wir finden uns nicht mit den negativen Folgen der neoliberalen Umstrukturierungen der Hochschulen (Ba/Ma Studienstruktur, Studiengebühren Entdemokratisierung) ab. Diese Entwicklungen sind weder vom Himmel gefallen, noch für immer in Stein gemeißelt. Sie sind Ergebnisse einer bestimmten (politischen) Vorstellung von Bildung und ihrer Rolle in der Gesellschaft. Es gibt jedoch genug bessere und solidarische Ideen von Bildung und Wissenschaft, die es gemeinsam zu diskutieren, verbreiten und erkämpfen gilt. Die GEW ist eine Organisation, die u.a. genau das tut.

GEW – Was ist denn das?
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist die Bildungsgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Sie vertritt Beschäftigte in pädagogischen und wissenschaftlichen Berufen. In Hamburg sind das rund 10.000 KollegInnen, die in Schulen, Kindergärten und Jugendheimen, in Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, in der Bildungsverwaltung und der Erwachsenenbildung arbeiten. Auch erwerbslose PädagogInnen und Studierende gehören der GEW an und haben die vollen Mitgliedsrechte.
Die GEW setzt sich seit langem für einen (gebühren-)freien und uneingeschränkten Hochschulzugang für alle ein. Deswegen hat sie sich in den letzten Jahren hinter die Proteste von Studierenden gestellt, die ein sozialeres Bildungssystem eingefordert haben. Sie tritt für ein solidarisches und demokratisches Bildungsverständnis ein, welches die soziale Unterschiede ausgleicht, statt sie zu verschärfen. Zudem unterstützt sie die Rechte von Studierenden in Fragen der Studienfinanzierung oder auch bei der rechtlichen Absicherung von Studi-Jobs.

Aktiv bei den GEW-Studis
Wir – Studierende in der GEW Hamburg – vertreten eine emanzipatorische Vorstellung von Bildung und Gesellschaft die sich gegen den derzeitigen gesellschaftlichen Mainstream richtet. Deswegen setzen wir uns kritisch mit gesellschaftlichen Machtstrukturen und ihrer Reproduktion auseinander. Die Schwerpunkte liegen zur Zeit auf den Themen Bildung und Rassismus. Als Mitglieder der Hochschule geht es uns auch darum, die Arbeit innerhalb dieser Institution zu kritisieren und ihre gesellschaftlichen Funktionen zu reflektieren.
In der Vergangenheit haben wir zusammen mit anderen Gruppen ein Wochenendseminar zu Erscheinungsformen, Kritik und Analyse des antimuslimischen Rassismus sowie einen zweitägigen Workshop mit zum Thema „Antonio Gramscis politische Pädagogik“ organisiert. Außerdem haben wir uns kritisch an den Protesten gegen die Kürzungen im Sozial- und Hochschulbereich beteiligt. Zudem unterstützen wir die Demonstration gegen den steigenden „Mietenwahnsinn“ am 29.10.2011 und sind an der Organisation einer Informationsveranstaltung über die Verworrenheit des „Dschungel Referendariats“ am 3.11.2011 beteiligt. Für das nächste Jahr ist eine Veranstaltungsreihe zu kritischer Bildung und Bildungsarbeit geplant.

Wenn du auch politisch aktiv werden und die Möglichkeiten der GEWerkschaft in Anspruch nehmen willst, laden wir dich herzlich ein, bei uns mitzumachen! Selbstverständlich sind auch (noch ;-) nicht-gewerkschaftlich organisierte Studierende willkommen. Was wir dann genau auf die Beine stellen hängt davon ab, wie wir es gemeinsam entscheiden..!


Offenes Informations- und Kennenlerntreffen der GEW-Studis

Wann: Donnerstag, 10. November 2011, 18:00 Uhr
Wo: FSR Erziehungswissenschaft (Von-Melle-Park 8, Raum 035a, Uni Hamburg)

Aus Bildung

Informationsveranstaltung: „Dschungel Referendariat“ 3.11., 18 Uhr, Uni Hamburg

Informationen über das Referendariat sind rar und manchmal verwirrend. Was sind die Voraussetzungen und wie sind die Chancen, einen Referendariatsplatz zu bekommen? Was muss ich bei der Bewerbung beachten? Was erwartet mich im Referendariat?

Um diese und andere Fragen geht es bei der Veranstaltung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Eingeladen haben wir Maren Knebel-Pasinski von der Schulbehörde, zuständig für die Vergabe der Referendariatsplätze sowie eine/n Vertreter_in des Personalrats der Referendar_innen.

Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig.

Donnerstag 3.11.2011, 18- 20 Uhr, Uni Hamburg,
Von-Melle-Park 8, Raum 05 im Erdgeschoss.

Kontakt:
studis@gew-hamburg.de
www.gewstudis.blogsport.de

Aus Bildung

Termine der GEW-Studis Hamburg

Treffen der GEW-Studis HH:
Do. 13.10. 18 Uhr im Raum 35a, im Von-Melle-Park 8, an der Uni Hamburg.
Mit. 26.10 18 Uhr außerplanmäßig im Curiohaus. (GEW Landesverband Hamburg, Rothenbaumchaussee 15)

Veranstaltung: „Jungel Referendariat“ Do. 3.11 18 Uhr, Von-Melle-Park 8, Raum 05. (Flyer Text kommt noch.)

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Die Studierenden in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) treffen sich alle 2/ Wochen, Do. 18 Uhr im Raum 35a, im Von-Melle-Park 8, an der Uni Hamburg.
Kontakt: studis@gew-hamburg.de // http://gewstudis.blogsport.de // www.gew-hamburg.de oder bei Facebook unter „GEW-Studis Hamburg“

Bildung als Standortfaktor ?! Eine solidarische Kritik an den Protesten gegen die Finanzkürzungen

Bildung als Standortfaktor ?!
Eine solidarische Kritik an den Protesten gegen die Finanzkürzungen

(Flyer als PDF)

„Wer in Wissenschaft und Bildung kürzt, der beschränkt auch das Wachstum und den Wohlstand der Stadt(…). Weniger an Wissenschaft bedeutet für unsere Stadt in der Zukunft: Weniger Innovation und weniger akademische Fachkräfte für unsere Unternehmen (…) (1.)

Es ist richtig und wichtig, dass sich derzeit so viele Menschen – Studierende, Lehrende, und Angestellte – an den Protesten gegen die geplanten Kürzungen im Hochschulbereich beteiligen. Die Hamburger Hochschulen haben durch die anhaltende Unterfinanzierung, den Abbau demokratischer Mitbestimmungsstrukturen und häufig wechselnde Verwaltungs- und Finanzierungsvorgaben der Behörde für Wissenschaft und Forschung bereits in der Vergangenheit prekäre Rahmenbedingungen für ihre Arbeit gehabt. Ein nochmaliges Absenken des Budgets bei der bereits bestehenden Unterfinanzierung – noch dazu in dieser Größenordnung – würde nicht ohne drastische Konsequenzen bleiben. Nicht nur dass Studienplätze gestrichen werden und wissenschaftliches und Verwaltungspersonal um ihren Lohnarbeitsplatz bangen müssen, aufgrund der Einsparungen von ca. 20 Millionen Euro würden wahrscheinlich ganze Fachbereiche geschlossen werden.

Die gemeinsamen Proteste von Lehrenden, Hochschulpersonal sowie Studierenden können dabei dazu beitragen, dass die Interessen der Beteiligten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Zu wünschen wäre allerdings, dass sich dieser gemeinsame Kampf nicht nur auf Demonstrationen zeigen würde, sondern auch dann, wenn es dazu kommen sollte, dass Beschäftigten aufgrund der Kürzungen (oder geplanter Privatisierungen) gekündigt wird.
Genauso wichtig ist es jedoch – und darum soll es in diesem Text gehen – sich kritisch die unterschiedlichen Argumente anzuschauen, mit denen den Finanzkürzungen widersprochen wird. Denn es ist schon sehr verwunderlich, dass im Gegensatz zu den vergangenen Jahren plötzlich so viele und unterschiedliche Gruppen und Personen „gemeinsam“ protestieren.

Proteste à la (Exzel)Lenzen
Die Proteste bekommen u.a. deswegen einen faden Beigeschmack, weil diese massiv durch den Universitätspräsidenten Dieter Lenzen – seines Zeichens Fördermitglied und Berater der neoliberalen „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ – unterstützt werden. Noch 2009 gab es – weil sich Lenzen an der FU Berlin den Ruf eines autoritären‚ wirtschaftsfreundlichen Hochschulmanagers erworben hatte – massive studentische Kritik (2) an ihm, heute wird er begeistert auf Vollversammlungen beklatscht und führt die große studentische Demonstration (am 7.06.2011) an. Nicht nur, dass er über die Uni-Marketing GmbH und das extra eingerichtete „Büro für ungewöhnliche Maßnahmen“ die (Studi-)Proteste finanziell unterstützt, er hat auch angewiesen, dass während der „Protest-Zeit“ die Anwesenheitspflicht für Seminare ausgesetzt wird und keine prüfungsrelevanten Inhalte durchgenommen werden sollen.
Es geht gar nicht so sehr darum, Lenzen als Person zu kritisieren, sondern zu analysieren warum und mit welchen Argumenten der Uni-Präsident – der eine spezifische Hochschulpolitik (z.B. Exzellenzinitiative, Abbau von demokratischen Strukturen) vertritt – sich so stark gegen die Sparmaßnahmen wehrt und ob diese Gründe mit den eigenen übereinstimmen.

„Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!?“
Es gibt jedoch auch von studentischer Seite Argumente (wenn sie nicht die von der Unileitung eins zu eins übernehmen), die zu problematisieren sind. So fokussiert ein Argumentationsstrang die SPD (samt „Bildungsmörder“ Olaf Scholz) als alleiniges Übel und skandalisiert, dass diese ihr Wahlversprechen gebrochen hätte. Diese Kritik vernachlässigt jedoch, dass nicht (allein) die SPD dafür verantwortlich ist, dass das ‚Finanzloch’ im Hamburger Haushalt besteht. Es waren fast alle Parteien, die daran mitgewirkt haben, dass es ab 2001 durch Steuergeschenke an die ‚Kapitalfraktion’(3) und später durch Bankenrettungspakete heute staatliche Einahmeausfälle in Milliardenhöhe zu verzeichnen sind.

Man sollte eher danach fragen, wer und nach welchen Kriterien bestimmt wird, für welche Posten im Haushalt wie viel Geld eingeplant wird. Warum die Stadt Hamburg in einige Bereiche Geld pumpt und andere vernachlässigt. Welche Gesellschaftsideologie dahinter steckt, dass nicht nur im Hochschulbereich, sondern allgemein Sozial- und Bildungsausgaben immer weiter heruntergefahren werden und gleichzeitig noch Geld für Elbphilharmonie, U4, HSH-Nordbank ‚übrig’ ist. Diese Gesellschaftsvorstellung, welche von allen bisher regierenden Parteien mitgetragen wurde, will alle Lebensbereiche nach dem Muster des ‚Marktes’ restrukturiert und einzig unter dem Aspekt von Konkurrenz, Gewinnmaximierung und der betriebswirtschaftlichen Effizienz bestimmen. Die Auswirkungen dieser politischen Ideologie betrifft nicht nur Angestellte der Hochschulen und Studierende, sondern viele andere Bereiche dieser Gesellschaft.
Deswegen sollte man sich – wenn Studierendenproteste nicht zu ‚Elite-Protesten’ werden sollen – mit diesen Menschen, welche von der gleichen neoliberalen Politik betroffen sind solidarisieren und gemeinsam gegen diese Zumutungen kämpfen.

Die Wa(h)re Bildung
Bei all den Argumenten gegen die Finanzkürzungen des SPD-Senats wird kaum thematisiert was ‚Bildung‘ bedeutet und was der Zweck von „Bildung“ innerhalb dieser Gesellschaft ist bzw. sein soll. Was mit dem Slogan „MEHR WISSEN SCHAFFT MEHR“ gemeint ist, wird jedoch deutlich wenn damit argumentiert wird, dass die Kürzungen die ‚Wettbewerbsfähigkeit’ der Hamburger Hochschulen verringern würden und dass so der ‚Wissenschaftsstandort Hamburg’ bedroht sei. ‚Bildung‘ wird hier lediglich als Standortfaktor verstanden. Dies hat mit der ursprünglichen Idee von Bildung nichts mehr zu tun, ist aber leider auch nichts Neues!!

Denn ‚Bildung’ und die Bildungsinstitutionen waren nie unabhängig von den Mechanismen der konkurrenzhaften Logik der kapitalistischen Warengesellschaft. Der Besuch von Schulen und Universitäten war seit deren Gründung immer schon einer privilegierten Minderheit vorbehalten und wurde zum Aufstiegsvehikel im Kampf um vorteilhafte gesellschaftliche Positionen benutzt. Doch auch wenn das Bildungswesen niemals völlig von der kapitalistischen Verwertung losgelöst war, besaß es seid der Moderne gewisse Freiräume in denen eigene Logiken und zu erreichende Ziele (wie Chancengleichheit, Mündigkeit und Kritikfähigkeit der Person) entstehen konnten. Diese Eigenlogiken und Ziele der Bildungsinstitutionen, konnten nur aufgrund fiskalischer, politischer und juristischer Sicherung des Staates entstehen. Die „relative Autonomie“ (weil öffentlichstaatlich) erlaubte es den Einrichtungen sich der direkten Verwertungslogik zu entziehen. (4) Dies wurde jedoch aufgrund politischer Entscheidungen seit den 70’er Jahren verändert.

Durch das von der Welthandelsorganisation WTO 1995 abgeschlossene Abkommen GATS5 wurde der ‚Wissensmarkt‘ liberalisiert und Bildung damit zu einer weltweit handelbaren Ware gemacht. Auf europäischer Ebene wird dies mit dem 1999 eingeleiteten „Bolognaprozess“ durchgesetzt. Ziel war es die EU bis zum Jahre 2010 in den „weltweit größten wissensgestützten Markt“ zu verwandeln. Dafür wurde das europäische Hochschulsystem so umgestaltet, dass Universitäten zu Wissensbetrieben wurden, welche auf einem durch Wettbewerb gesteuerten Wissensmarkt miteinander konkurrieren.
Zentral für diese Neubestimmung von Bildung und Universität ist, durch die verstärkte Etablierung einer betriebswirtschaftlichen Organisation, Strukturzwänge zu schaffen, die die (durch den Staat gewährte) relative Autonomie der Universitäten, die sie durch ihren Status als ‚öffentliche Institution‘ hatten, noch stärker einschränken. Das Ergebnis ist eine noch viel umfassendere Ausrichtung von Lehre und Forschung auf die Bedürfnisse der Wirtschaft.

Hochschul(aus)bildung a là Bologna
Dabei wurde die Umsetzung des „Bologna-Prozesses“ von den meisten Regierungen benutzt um die Aufgabe von (Hochschul-)Bildung umzudeuten und ihre Stellung als öffentliches Gut in Frage zu stellen. Die in der Vergangenheit bis in die heutige Gegenwart anhaltende Unterfinanzierung der Hochschulen führt nun dazu, dass private AkteurInnen sich als „finanzielle RetterInnen“ des Universitätssystems darstellen können. Die Hochschulen, welche vormals öffentliches Eigentum waren, werden so mehr und mehr „geraubt“ (bzw. privatisiert, lat. von privare rauben). All diese Entwicklungen werden zwar aufgrund der unterschiedlichen landespolitischen Machtverhältnisse verschieden umgesetzt, gehen aber global gesehen alle in die gleiche Richtung.

In diesen Wissensbetrieben gilt dann wie in allen Unternehmen innerhalb des kapitalistischen (Welt)Systems, dass möglichst viel (Human-)Kapital produziert werden muss um im internationalen Konkurrenzkampf des (Hochschul-) Bildungsmarktes „überleben“ zu können. In diesem Sinne sind denn auch Universitäten und Hochschulen „Aus-Bildungs-Unternehmen“ welche ökonomisch verwertbares Fachwissen und Humankapital produzieren, welches möglichst hohe (Bildungs-)Profite abwerfen soll. „Universitäten haben sich, als Produktionsstätten von Wissenden und Wissen für entfremdete, undurchschaubare Zwecke, von der Idee der Universität verabschiedet. Die aufklärende Vernunft verfällt dem neoliberalen Spott. Die neoliberale Universität ist kein Ort der Bildung, sondern der Anpassung: der Produktion des gesellschaftlich irrationalen, fachwissenschaftlich rationalen „autoritären Charakters“ (6)

Zusammengefasst lässt sich sagen: So richtig der Protest gegen die aktuell drohenden Einsparungen ist, muss klar sein, dass es mit „Mehr Geld“ für die Hochschulen nicht getan ist. Die Frage nach Form und Inhalt von Bildung und nach der Organisation der Bildungsinstitutionen (Arbeitsbedingungen, Selbstverwaltung, etc.) spielt eine genauso große Rolle. Der „Kampf um die Zukunft“ sollte ein Kampf für öffentliche Bildungseinrichtungen sein, der sich nicht nur um finanzielle Mittel dreht, sondern in dem klare inhaltliche und organisatorische Zielsetzungen vertreten und verteidigt werden.

Der „Kampf um die Zukunft“ muss sich verstärkt auch mit diesen Themen beschäftigen. Der „Kampf um die Zukunft“ der öffentlichen Bildungseinrichtungen darf sich daher nicht bloß um finanzielle Mittel drehen, sondern es müssen klare inhaltliche und organisatorische Zielsetzungen vertreten und verteidigt werden.

EMANZIPATORISCHE BILDUNG FÜR ALLE
STATT EXZELLENTE HUMANKAPITALPRODUKTION

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Fußnoten:

1) „Mehr Universität für Hamburg – MEHR WISSEN SCHAFFT MEHR“, http://www.mehr-uni-hamburg.de/
2) Dieter Lenzen – Not our president (Uni HH) 18.11.2009 http://de.indymedia.org/2009/11/266231.shtml
3) Ab 2001 gab es durch die rot-grüne Regierung Steuerentlastungen bezogen auf die Körperschaftssteuer,
Einkommensteuer für Unternehmen, Reduzierung des Spitzensteuersatz und Kapitalversteuerung bei
Unternehmensgewinn vgl. Rainer Volkmann HLZ, Juni/Juli 2001
4) vgl.“Tektonische Verschiebungen. Neue Weltmarktordnungen, Globalisierungspolitik und die Folgen für
die nationalen Bildungs- und Sozialsysteme“, Lohmann, DGfE-Kongress Bildung über die Lebenszeit, Zürich
2004. Kurzfassung in: Reinhard Fatke/ Hans Merkens (Hrsg.): Bildung über die Lebenszeit. Wiesbaden
2006, 268-270.
5) Allgemeines Übereinkommen über den Handel mit Dienstleistungen
6) Gerhard Stapelfeldt, Kritik der neoliberalen Zerstörung der Universität, 2009, S.7

Aus Bildung

GEW-Studis empfehlen: Diskussionsveranstaltung Neuanfang in der Wissenschafts- und Hochschulpolitik? 30.06 / 18 Uhr / Curio-Haus / Rothenbaumaussee 15)

Neuanfang in der Wissenschafts- und Hochschulpolitik? Die Anforderungen aus den Hochschulen

Nicht nur die angekündigten Kürzungen werden die Hamburgische Wissenschafts- und Hochschulpolitik in den nächsten Jahren bestimmen, ebenso steht die Novellierung des verfassungswidrigen Hamburgischen Hochschulgesetzes, die Änderung der Kapazitätsverordnung (KapVO) sowie die Einführung einer leistungsorientierten Besoldung (LOB) auf der politischen Agenda.

Einleitend wird Frau Stapelfeldt ihre Pläne zur Hochschul- und Forschungspolitik vorstellen, folgend werden VertreterInnen der Statusgruppen (Studierende, Mittelbau und ProfessorInnen), des Personalrats des wissenschaftlichen Personals sowie der Leitungsebene die Probleme aus ihrer Perspektive schildern. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur offenen Diskussion.

Es diskutieren…

- Dorothee Stapelfeld, Zweite Bürgermeisterin und Senatorin der Behörde für Wissenschaft und Forschung

- Iris Kaufmann, Mitglied im Personalrat des wissenschaftlichen Personals (WIPR) an der Universität Hamburg

- Florian Muhl, Mitglied im Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg

- Dr. Sabine Großkopf, Mitglied der Konferenz des akademischen Personals (KAP) und Vertreterin des akademischen Personals im akademischen Senat (AS) der Universität Hamburg

- Prof. Dr. Rolf von Lüde, Mitglied der Hochschulgruppe ‚Eule der Minerva‘ an der Uni Hamburg

- Prof. Dr. Michael Stawicki, Präsident der HAW Hamburg und Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz

Donnerstag, 30. Juni 2011 / 18 Uhr / Curio-Haus, Raum A (Rothenbaumchaussee 15)

Aus Bildung

„Rassismus ist kein Werbegag“: Dokumentationsbroschüre zur Auseinandersetzung um den Film „Inside Asta“

Dokumentationsbroschüre zur Auseinandersetzung um den Film „Inside Asta“

Die 50 Seitige Dokumentationsbroschüre zur Auseinandersetzung um den Film „Inside Asta“ kann mensch sich hier online herunterladen!
Außerdem wird es diese Broschüre bald auch auf Papier gedruckt geben, die dann in den üblichen studentischen Cafes der Uni HH ausgelegt sein wird.

Aus der Einleitung:

Dieser Reader dokumentiert die (schriftlichen) Geschehnisse rund um den Film „Inside AStA“ des AStA der Universität Hamburg.
Teile des AStA der UHH haben im Winter 2010 für viel Geld einen Imagefilm für die Homepage des AStA produziert. Dies geschah unter relativer Geheimhaltung des konkreten Inhalts, aber bereits vor der Premiere im Abaton-Kino gab es Protest von verschiedenen Seiten wegen der in der Ankündigung des Films reproduzierten rassistischen Stereotype.

Am Premierenabend (04.02.2011) selbst bewahrheiteten sich die Befürchtungen der protestierenden Gruppen: Der fast informationsfreie Film reiht ein Klischee ans andere, einzig die höheren Status-gruppen der Uni und des AStA werden verschont. So beginnt der Film mit einer mit Gospelmusik unterlegten Szene, in der Schwarze Frauen singend und tanzend einen Hörsaal putzen – wohlgemerkt einen Hörsaal der Universität Hamburg, die 1908 als Kolonialinstitut gegründet werden. Dann betreten AStA-Mitarbeiter_innen den Saal und verteilen Flyer, woraufhin sie von den Putzkräften verprügelt werden. Der Sprecher kommentiert dies unter anderem mit dem rassistischen Stereotyp, dass die Flyer Verteilenden “sich der Urgewalt von Werktätigkeit und Folklore entgegen” stellen. Es folgen Sprüche über Menschen, die im Müll suchen, negative Darstellungen der Mitarbeiter_innen in der Kinder-betreuung und im Infocafé des Asta, Spott über linke Aktivist_innen und eine gehörige Portion Heteronormativität und Sexismus.

Angesichts dieser als vorgebliche Satire verpackten Rassismen, Sexismen und anderen Verspottungen von Gruppen, die ohnehin schon weniger Privilegien als der reiche, weiße Heteromann haben, und der Absicht des AStA, den Film in den OEs zu zeigen, entstand am Premierenabend der Wunsch, gegen den Film aktiv zu werden, und das erste Treffen der Herausgeber_innen dieses Readers wurde ver-abredet: Wir, der Arbeitskreis Antirassismus an der Uni Hamburg, haben uns im Februar 2011 zum ersten Mal zusammengefunden.

Seitdem hat sich einiges getan: Es gab viel Kritik von unterschiedlichsten Seiten, eine Pseudoent-schuldigung des AStA, mediale Aufmerksamkeit, ein nicht beantwortetes Gesprächsangebot an den Regisseur des Filmes und letzten Endes eine Sitzung des Studierendenparlaments, in der unter anderem beschlossen wurde, den Film nicht mehr zu zeigen und von der Homepage des AStA zu ent-fernen. All das lässt sich anhand dieses Readers nachverfolgen.

Viel Spaß beim Lesen!

Und wenn ihr Lust habt beim Antirassismus Treffen mitzumachen oder uns kontaktieren wollt,
erreicht ihr uns unter folgender E-Mail-Adresse: ak-antiRaHH@riseup.net

Aus Bildung


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